Der Umgang mit der Staatsverschuldungskrise der Mitgliedstaaten der Eurozone, die Bewältigung der Flüchtlingskrise sowie die Reaktion der Union auf die jüngsten Terroranschläge haben das Prinzip der Solidarität und seine Stellung im politischen und rechtlichen Dialog in den Mittelpunkt gerückt, insbesondere im Kontext des europäischen Integrationsprozesses und im Unionsrecht im Allgemeinen.
Der Beginn dieser Diskussion fiel jedoch mit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon zusammen, der erstmals in der Verordnungsebene der Verträge eine umfassende Nutzung des Begriffs Solidarität sowohl im Rahmen der Prinzipien, Werte und Ziele als auch in einzelnen Politikbereichen der Union vorsieht.
Die Studie erweitert zunächst den begrifflichen Inhalt der Solidarität im Rahmen der europäischen Integration und deren Beziehung zu verwandten Begriffen wie Glaube, gutgläubige Zusammenarbeit, Gegenseitigkeit, gegenseitiges Vertrauen und Verantwortung. Anschließend wird, angesichts der umfangreichen Verwendung des Begriffs in den Verträgen, das Anwendungsfeld der Solidarität im Rechtssystem der Union und die Art und Weise, wie sie sich in verschiedenen Politikbereichen manifestiert, untersucht.
Abschließend wird die rechtliche Natur des Grundsatzes betrachtet. Ist sie eine grundlegende oder verfassungsrechtliche Prinzip der europäischen Integration, ein allgemeines Prinzip des Unionsrechts oder lediglich ein ideelles Ziel mit ungenauem und programmatischem Charakter?
Hersteller
- Autor
- Michalis D. CHrysomallis
- Verleger
- Ekdoseis Sakkoula A.E.
- Typ
- Recht - Rechte, Politikwissenschaften, Geographie
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 170
- Veröffentlichungsdatum
- 2017
- Abmessungen
- 15x23 cm
- ISBN-13
- 9789605686567
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