Der Klang des seidigen Schlaginstruments lässt sie die Köpfe heben. Sie drehen die durchnässten Hälse, die in den Kragen – wer welchen trägt – ersticken, und die Frauen, Maro, Euanthoula von Charilaos und Penelope, hören auf, der Witwe Luft zu machen, die Rippen bleiben in der Schwebe. Sie sitzen viele Stunden untätig und sind müde, haben alle Ereignisse erzählt, an die jeder sich mit dem Vater erinnert, natürlich schon oft erzählt, viele Jahre trennen sie von jenen Momenten, die Wahrheit vermischt sich mit der Fantasie. Einer nach dem anderen werfen sie das Material in den Kessel, in dem die Familienmomente kochen, und die Mischung erscheint seltsam. Sie sind erschöpft vom anfänglichen Weinen, vom Versuch, die Mutter und die Kleinen nicht noch mehr leiden zu lassen, erschöpft vom Verlust und davon, wie jeder ihn fühlt, die Lider hängen schon, jeder sinkt in seine eigenen Gedanken, wie auf ein vertrautes Kissen. Der Klang des langen Rocks, der sich über den Boden schiebt, lässt sie die Köpfe heben. Augustina öffnet entschlossen das Fenster und atmet gierig die Meeresbrise ein, die in den Saal stürmt, voller Neugier.
Sie macht eine schnelle Runde, bei seiner Berührung neigen die Kerzenflammen sich und verbeugen sich vor dem Verstorbenen, sie verdünnt den Duft des Räucherstäbchens, das neben dem Verstorbenen brennt. Sie streicht sanft über die Wange, mit dem kaum sichtbaren Zeichen getrockneter Tränen, und verbindet sich mit den Seufzern der Witwe. Die Flammen kehren in die angemessene vertikale Position zurück, der Duft des Räucherstäbchens vermischt wieder die Mägen. Augustina nähert sich mit erneuertem Mut dem Kistchen, hebt entschlossen das Tuch und streichelt ohne hinzusehen das Zeichen auf der kalten Stirn; drei fast unsichtbare rote Flecken. Sie kehrt an ihren Platz neben die Mutter zurück, ergreift ihre Hand. „Jetzt wird niemand weinen“, befiehlt die Witwe leise, und alle wissen, dass wenn die sanftmütige Teresa diesen Ton in ihrer Stimme hat, keine Widerrede erlaubt ist.