Der Krokodil von Dostojewski übt nicht nur indirekte soziale Kritik an den Missständen seiner Zeit aus, sondern stellt auch eine scharfe Anklage gegen die Unzuverlässigkeit der Presse und das Fehlen journalistischer Ethik dar. Nicht einmal ein so groteskes Ereignis, wie dass ein Krokodil einen Menschen verschlingt, kann von den Zeitungen zur Zeit Dostojewskis auf dieselbe Weise präsentiert werden. Und hat sich angesichts dessen im Laufe der Jahre etwas geändert…?
Der Surrealismus und die Satire im Krokodil erinnern stark an Nikolai Gogol, dessen Einfluss auf Dostojewski – zumindest was seine kürzeren Werke betrifft – unbestreitbar ist. Ein Regierungsangestellter, ein lächerlicher Halbgebildeter, der sich selbst fast für ein Genie hält – aber seine Kollegen halten ihn für einen „Vogelbrain“ –, besucht mit seiner jungen und ansehnlichen Frau, einer gedankenlosen und eitel kleinen Bourgeoise, das Einkaufszentrum des Peridromos, wo ein Krokodil ausgestellt ist, bevor er von Petersburg zu einem Erholungsurlaub nach Europa aufbricht.
Und während die Frau sich über die Affen amüsiert, die im selben Raum ausgestellt sind, beginnt der „Vogelbrain“-Ehemann, das Krokodil zu belästigen. Und plötzlich erschütterte ein schrecklicher, unnatürlicher Schrei den Raum…
Hersteller
- Autor
- Fyodor Dostoevsky
- Verleger
- Ekdoseis Govosti
- Verlage
- Govostis-Verlage
- Typ
- Klassische Literatur
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 88
- Veröffentlichungsdatum
- 10/2022
- Veröffentlichungsdatum
- 2022
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789606062193
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