Jedes Mal, wenn ein neues Buch beginnt – und das Wort „beginnt“ hat viele Bedeutungen – wird sie von einem seltsamen Gefühl überwältigt.
Das vorherrschende Gefühl in ihr ist Aufregung, ein kaum spürbares Zusammenziehen im Magen und eine große Ungeduld. Die Ungeduld ist vielleicht das intensivste Gefühl. Wie wenn du dich auf eine Reise vorbereitest, die du dir sehnlichst gewünscht hast, und einerseits nervös wieder und wieder überprüfst, ob du alles richtig eingepackt hast – Ticket, Reisepass, Sonnenbrille, Mütze, Badeanzug, Bücher, Karten, bequeme Schuhe und alles, was du für notwendig hältst –, während du andererseits bereits Pläne machst, wie du die Zeit verbringen wirst, welche Museen du besuchen möchtest, an welchen Stränden du schwimmen wirst, wo du spazieren gehen wirst, wo du einen unvergesslichen Drink unter den Klängen einer Gitarre trinken wirst, die ein leidenschaftliches Flamenco spielt, und – vor allem – unter den Blicken des charmantesten Mannes, den du je in deinem Leben getroffen hast.
Trotz aller Planung und detaillierten Vorbereitungen weiß man nie, wie der Anfang eines neuen Buches – genauso wenig wie die Abreise zu einer Reise – verlaufen wird, und man kennt überhaupt nicht, wohin sie führen wird, an welche Traumküste sie gespült wird, halb ertrunken vor Aufregung, auf wie vielen Berggipfeln sie emporsteigen wird, um die Ebenen der Geschichten unter ihren Füßen zu bewundern.