Ein Roman über Geld und Macht, Vertrauen, Intimität, aber auch über die Vorstellung, die wir von uns selbst haben.
Trotz des Lärms und der Aufregung der 1920er Jahre in New York kennt jeder Benjamin und Ellen Rask. Er ist ein legendärer Magnat der Wall Street. Sie ist die Tochter exzentrischer Aristokraten. Gemeinsam erreichten sie den Gipfel einer Welt, in der Reichtum endlos erscheint, während das Jahrzehnt der Übertreibung und Spekulation seinem Ende entgegengeht. Aber wozu mussten sie bereit sein zu opfern, um dieses enorme Vermögen zu erlangen? Dies ist das zentrale Thema eines erfolgreichen Romans aus dem Jahr 1937, den scheinbar ganz New York gelesen hat. Es gibt jedoch auch andere Versionen dieser Geschichte von Privilegien und Täuschung.
Hernan Diaz gelingt es meisterhaft, die verschiedenen Erzählungen zu verbinden, sie miteinander sprechen zu lassen und sie durch die Perspektive einer Frau zu einem Höhepunkt zu führen, die entschlossen ist, Realität und Fantasie zu unterscheiden. Das Ergebnis ist ein Roman, der über mehr als ein Jahrhundert reicht und durch jede neue Entdeckung immer faszinierender wird.
Das Vermächtnis ist gleichzeitig eine fesselnde Geschichte und ein kunstvolles literarisches Puzzle, das den Leser in die Suche nach der Wahrheit einbindet, während es gleichzeitig die Enttäuschungen anspricht, die oft im Herzen persönlicher Beziehungen lauern, die Macht des Kapitals, alles zu verzerren, und die Leichtigkeit, mit der Macht Situationen manipulieren kann.