Mikhail Bakhtin schreibt über die Formen von Zeit und Chronotop im Roman in den Jahren 1937-1938. Die Studie überschreitet, trotz ihres Titels, die Grenzen des Romans - auf ihren Seiten wird jedoch auch über die Vorgeschichte der Gattung, über die prähistorische Kultur aller Völker, über die Epen Homers, die platonischen Dialoge, die attische Tragödie, die lateinischen Autoren, Dante... gesprochen.
All dies aus der Perspektive des konkreten Themas, das der Chronotop ist: ein Begriff, den er als untrennbare Einheit von Zeit und Raum definiert und den er, wie der Untertitel warnt, historisch untersucht, wobei er vor allem das ewige Werden der romanischen Kunst betont.
Ein eher originelles Thema für die literarischen Studien der damaligen Zeit, wie der Autor selbst spürt, wenn er im Vorwort seines Buches die Zeit als vierte Dimension des Raumes anführt, wie sie in Einsteins Relativitätstheorie formuliert wird.
Und doch erscheint uns die chronotopische Herangehensweise selbstverständlich, wenn nicht gar banal, wenn wir an die gemeinsame Erfahrung des Menschen denken. Der empirische Nachweis der untrennbaren Einheit von Zeit und Ort reicht aus, um zu zeigen, dass diese Studie nicht nur für Fachleute von Belang ist, sondern jeden Leser interessiert, der das Bedürfnis hat, literarische Werke tiefer zu verstehen.
Hersteller
- Autor
- Mikhail Bakhtin
- Verleger
- Panepistimiakes Ekdoseis Kritis
- Ursprünglicher Titel
- Formen von Zeit und Chronotop im Roman. Essays zur historischen Poetik
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Tests für eine historische Poetik
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 384
- Veröffentlichungsdatum
- 15/12/2022
- Veröffentlichungsdatum
- 2022
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789605249090
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