Als es 1996 erstmals veröffentlicht wurde, war das abweichende „Essay über Europa“ ein nachdenklicher Beitrag mit prognostischer Kraft, skeptischer Haltung und leidenschaftlichen Argumenten zur Situation des alten Kontinents.
Tony Judt befasste sich hier mit den Herausforderungen, vor denen Europa im Vorfeld des neuen Jahrtausends stand: Was sind die realistischen Perspektiven für eine erweiterte Europäische Union, die nicht zu groß wird? Welche Nationen sollten „zu Europa“ gehören, wann und nach welchen Kriterien? Was definiert „Europa“ und wie können wir über ihre Zukunft nachdenken?
Wie er argumentierte, wenn der Mythos von „Europa“ zu abstrakt ist, um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und die Lösung konkreter Probleme zu inspirieren, können wir nur profitieren von einer kritischen Untersuchung dessen. Die Dinge haben sich natürlich von allein entwickelt.
Messt und scharf, steht die meisterhafte Analyse des früh verstorbenen Historikers im Mittelpunkt des Dialogs, der Kontroversen und der Argumentation, die, weil sie nie wirklich überzeugend waren, heute von wachsender Bedeutung sind.
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