Dieses Buch untersucht die unerforschten Wechselwirkungen zwischen Kunst und Medizin im 18. Jahrhundert in Großbritannien und insbesondere, wie diese eine neue Phase der Verstärkung künstlerischer Reize und visueller Kultur markieren.
Es sucht die interdisziplinäre Genealogie des grundlegenden Strebens der modernen Kunst nach mehr Realität, Energie, Kraft, nervöser Intensität und Leben und findet die Wurzeln dieser Geschichte in der radikalen Neudefinition des Erhabenen durch Edmund Burke.
Diese voll eingebettete und medizinisch bedeutende Erfahrung, die das burkianische Erhabene ist – das Wunderbare in diesem Buch – stellt mächtige Emotionen und eine neue maximalistische Ökonomie der Sinne in den Mittelpunkt, die sich auf Schmerz, Mühe, Gewalt und extreme Spannungen stützt.
Die Anforderungen des burkianischen Erhabenen an höhere Ebenen der sensorischen Erregung und Vitalität werden zu einem neuen Ruf nach mehr Realität in der Kunst führen, für schärfere und realistischere Nachahmungen.
So bringt das Buch zwei Konzepte zusammen, die traditionell als unvereinbar galten, und redefiniert die Geschichte beider – das scheinbar asketische und distanzierte Reale auf der einen Seite und das Erhabene, das oft als entkörperlicht, nicht darstellbar, ikonoklastisch und abstrakt wahrgenommen wird, auf der anderen Seite.
Auf diese Weise identifiziert es die plebejischen, radikalen und emotionalen Wurzeln der verschiedenen Realismen der modernen Kunst und strebt danach, zur Neudefinition ihrer Genealogie vom 18. Jahrhundert an beizutragen.
Dieses Phänomen, das das Buch das wunderbare Reale nennt, wird in einer Reihe von Bereichen untersucht – von Anatomie, Physiologie, Philosophie, künstlerischer Kritik und Kunsttheorie bis hin zu Malerei, Bildhauerei, wissenschaftlicher Illustration, Akademien und künstlerischer Ausbildung – und richtet sich an Historiker der Medizin, Wissenschaft, Philosophie und Kunst sowie an Wissenschaftler und Leser, die sich für Kunsttheorie und die Geschichte der Kultur und Ideen interessieren.
Inhalt
Vorwort
Einleitung
Der Kampf der Sinne und das Erhabene: Ein unhöfliches Beispiel für die schönen Künste
Sanfte Gefühle und edle Ökonomien des Wohlbefindens: Der Aufstieg und Fall des Schönen in den schönen Künsten
Anatomische Kritik und edle Kunstgeschichte: Abstrakte Gesundheit, krankhafte Details
Das Erhabene der Nachahmung: Lebendige Details und die Anatomie des Geschmacks bei Burke
Das anatomische Erhabene von William Hunter: Extreme Nachahmungen und die „ruhige inaktive Art“
Die Anatomie des Pferdes von George Stubbs und die Ausdruckskraft der „Homotypie“
Die Magie der harten Nachahmung: Wissenschaftliche Illustration und die Striktheit der Simulation
Verzeichnis der Werke (englische Titel)
Literaturverzeichnis
Namensindex
Hersteller
- Autor
- Aris Sarafianos
- Verleger
- Gutenberg
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 543
- Veröffentlichungsdatum
- 2/2023
- Veröffentlichungsdatum
- 2023
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 29x21 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus, Realismus
- Alben
- Ja
- Themen
- Kino, Theorie & Kunstgeschichte
- ISBN-13
- 9789600122961
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