Louise Gluck hat seit langem die Poesie als eine Art intuitive Schau praktiziert. Sie begann als Kassandra, aus der Ferne, in Allianz mit den Unsterblichen. Das Lesen ihrer Bücher in der Reihenfolge ist wie das Kartografieren der Verwandlungen ihrer orphischen Natur in ein widerwilliges Fahrzeug, unbesonnen, sterblich und bodenständig. "Die Sieben Altersstufen" ist Glucks neuntes Buch, eines ihrer seltsamsten und sicherlich das kühnste. Darin - ähnlich wie William Blakes mystische Thel - blickt sie auf ihren Tod und erzwingt damit endlose Überlagerungen des Möglichen auf das Unmögliche. Die Handlung trotzt gleichzeitig dem Unvermeidlichen und umarmt es und ist letztendlich nachahmend. Wiederholt, mit jedem wilden Sprung und jeder Verwandlung, schießen die Flammen in das Rückgrat des Lesers. In einem Aufsatz schreibt sie: "Eine der Offenbarungen der Kunst ist die Entdeckung eines Tons oder einer Perspektive, die gleichzeitig völlig unerwartet und völlig wahr für ein Materialensemble ist." Diese Wahrheit zu den Materialien - Sprache, Gelegenheit, Vorangehendes - ist der Beweis eines Gedichts.
Seiten: 68
Hersteller
Spezifikationen
- Autor
- Louise Gluck
- Verleger
- Carcanet Press
- Sprache
- Englisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 68
- Veröffentlichungsdatum
- 2020
- Abmessungen
- 14x21.6 cm
- ISBN-13
- 9781857545425
Zusätzliche Spezifikationen
- Auszeichnung
- Nobelpreis
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