Die lokalen, regionalen und internationalen Entwicklungen erhalten stets die Notwendigkeit der Analyse und des Verständnisses der Türkei lebendig. Besonders in einem geopolitischen Umfeld wie dem der östlichen Mittelmeerregion, wo die offenen Fragen und Spannungen mit der Türkei auch existenziellen Charakter haben.
Diese Notwendigkeit scheint noch drängender zu werden in einer Situation, in der das internationale System radikale und tiefgreifende Veränderungen erfährt, während gleichzeitig intensivere und gewaltsamere Ereignisse auftreten. Die Türkei hat sich in diesem regionalen und internationalen Rahmen zu einem wichtigen, aber äußerst umstrittenen Akteur entwickelt.
Für einige bleibt sie ein Land, das schwer zu entschlüsseln ist. Dennoch versuchen die Autoren in diesem Buch zu zeigen, dass die Türkei nicht unbeobachtbar ist, sondern dass sie einen speziellen Fall darstellt und daher ihre Analyse nicht vereinfachenden Ansätzen unterworfen werden kann.
Die grundlegende Annahme des Buches ist, dass die Türkei der AKP eine neue internationale Rolle beansprucht, die stärker, einflussreicher, autonomer und wettbewerbsfähiger gegenüber der westlich zentralen internationalen liberalen Ordnung sein wird. Allmählich identifiziert sich die Türkei nicht vollständig mit einem der beiden Pole des Konflikts – nämlich dem Westen und Asien/Eurasien.
Diese Dynamik in Verbindung mit dem Streben nach eigenen Zielen macht sie zu einem aufstrebenden „Dritten Pol“ (DP) in der sich formierenden internationalen Ordnung. Der Begriff des DP, den die Autoren verwenden, spiegelt einerseits die Vision der heutigen türkischen Eliten für die Identität und internationale Stellung ihres Landes wider. Andererseits spiegelt er die strategischen Absichten Ankaras auf internationaler Ebene wider.
Die Analyse erfolgt mithilfe eines neoklassischen realistischer theoretischen Rahmens, der das internationale System, die Ideologie und die politische Ökonomie berücksichtigt, sowie durch die Fallbeispiele des Ukrainischen, des Syrischen und der griechisch-türkischen Beziehungen.
Hersteller
- Autoren
- Nikos Moudouros, Zinonas Tziarras
- Verleger
- Ekdoseis Papazisi
- Untertitel
- Islamischer Eurasianismus, das neue Wirtschaftsmodell und die Strategie der Subversion
- Anzahl der Seiten
- 294
- Veröffentlichungsdatum
- 1/2023
- Veröffentlichungsdatum
- 2023
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- Russland
- ISBN-13
- 9789600240160
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