In diesem innovativen Werk formuliert Helen M. Wood die Geschichte der politischen Theorie neu, von Platon bis Rousseau. Sie betrachtet die klassischen Denker als leidenschaftlich engagierte menschliche Wesen und untersucht ihre Ideen nicht nur im Kontext der politischen Sprachen, sondern als kreative Antworten auf die sozialen Beziehungen und Konflikte ihrer Zeit. Sie identifiziert eine spezifische Beziehung zwischen Eigentum und Staat in der Geschichte des Westens und zeigt, wie das Kanon, obwohl es größtenteils das Werk von Mitgliedern oder Kunden der herrschenden Klassen ist, durch komplexe Interaktionen zwischen Eigentümern, Arbeitern und Staaten geprägt wurde. Die westliche politische Theorie, so behauptet Wood, verdankt einen großen Teil ihrer Vitalität sowie viele Unsicherheiten diesen komplexen und oft widersprüchlichen Beziehungen.
Im ersten Band verfolgt sie die Entwicklung der westlichen Tradition von der klassischen Antike bis zum Mittelalter aus der Perspektive der sozialen Geschichte - eine bedeutende Abkehr nicht nur von der typischen abstrakten Geschichte der Ideen, sondern auch von anderen kontextualisierenden Methoden. Von der antiken griechischen Stadt von Platon, Aristoteles, Aischylos und Sophokles, über die römische Republik von Cicero und das Reich von Paulus und Augustinus, bis zur mittelalterlichen Welt von Averroes, Thomas von Aquin und William von Ockham bietet Wood eine reiche, dynamische Erkundung von Denkern und Ideen, die einen unvergänglichen Einfluss auf die moderne Welt hinterlassen haben.
Im zweiten Band untersucht Wood die Entstehung des modernen Staates, den Aufstieg des Kapitalismus, die Renaissance und die Reformation, die wissenschaftliche Revolution und das Zeitalter der Aufklärung, die dieser "frühen modernen" Periode zugeordnet werden. Fast alles über die Geschichte bleibt umstritten, aber eines ist sicher: Sie hinterließ ein reichhaltiges und herausforderndes Erbe politischer Ideen, das in der Geschichte des Westens einmalig ist. Die Konzepte von Freiheit, Gleichheit, Eigentum, Menschenrechten und Revolution, die in diesen turbulenten Jahrhunderten geboren wurden, prägen und begrenzen bis heute den politischen Diskurs.
Indem sie das Werk und den Hintergrund von Philosophen wie Machiavelli, Luther, Calvin, Spinoza, den Levellers, Hobbes, Locke und Rousseau bewertet, erkundet Helen Wood lebhaft die Ideen der klassischen Denker, nicht als philosophische Abstraktionen, sondern als leidenschaftliche Antworten auf die sozialen Konflikte ihrer Zeit.
Seiten: 592, Erscheinungsjahr: 1101, Abmessungen: 14x14cm
Hersteller
Ausgabe
- Umschlag
- Weich
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Veröffentlichungsdatum
- -
- Veröffentlichungsdatum
- 2022
Inhalt
- Philosophische Strömung/Schule
- Aufklärung
- Lesestufe
- Klassische Texte
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