Baudelaire schreibt über Madame Bovary: „Dieses Werk, der geheime Raum seiner Gedanken, bleibt natürlich das interessanteste für Dichter und Philosophen...“ Marcel Proust glaubte, dass Flaubert in Madame Bovary die Form findet, die vielleicht die neueste ist, die die französische Literatur je gesehen hat. Und Borges sagt, dass „kein Geschöpf von Flaubert so real ist wie Flaubert selbst“. Es gibt viele, die behaupten, dass sein Hauptwerk die Korrespondenz ist, da dort der Mensch, der Autor, das Destillat seines Werkes, das eigentliche Gesicht seines Schicksals, wunderbar festgehalten ist.
Madame Bovary stellt den Grenzpunkt in der evolutionären Entwicklung von der Autobiografie zum Roman dar. Die berühmte Aussage von Flaubert ist bekannt: „Die Frau Bovary bin ich!“ Bereits 1837 hatte er eine kurze scharfe Geschichte mit dem Titel Leidenschaft und Tugend geschrieben, deren Heldin, die Mathilde, ihren Ehemann und ihre Kinder aus Liebe zu einem Liebhaber, der sie verlässt und sie in den Selbstmord treibt, vergiftet. Eugène Delamare, ein Arzt in der Normandie, war aus Kummer gestorben, da ihn seine Frau Delphine betrogen und ruiniert hatte.
Diese wahre Geschichte war nicht die einzige Inspirationsquelle für das Schreiben von Madame Bovary. Flaubert hatte ein Manuskript im Blick, das unter dem Titel Erinnerungen der Frau Ludovika bekannt ist und das später 1946 in der Bibliothek von Rouen entdeckt wurde.
Hersteller
- Autor
- Gustave Flaubert
- Verleger
- 4p Eidikes Ekdoseis A.E.
- Ursprünglicher Titel
- MADAME BOVARY
- Typ
- Prosa
- Abdeckung
- Leder
- Anzahl der Seiten
- 367
- Veröffentlichungsdatum
- 6/2011
- Veröffentlichungsdatum
- 2011
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789604882748
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