WÄHREND ICH AUF DER ECKE NAHTE, blieb MANGO stehen und schüttelte dem Mann den Arm von der Schulter. Es war eine so entschlossene Geste, dass sie alle überraschte. Als er sich umdrehte, blickte Mango mit halb geschlossenen Augen auf die Wohnung, die er dann durch das nervöse Zucken ihrer Vorhänge sah, das begann, sich zusammenzuziehen. Während seine Mutter ihn durch die Ähren im Plan der gewebten Vorhänge beobachtete, versuchte sie sich einzureden, dass sein Zucken ein fröhliches Blinzeln war, ein liebevoller Morse-Code, der das Signal sendete, dass alles in Ordnung sein würde. K.A.L.A. So war ihr jüngster Sohn. Er lächelte, auch wenn er es nicht wollte. Er würde alles tun, nur um die anderen besser fühlen zu lassen.
Mo-Mou zog den Vorhang beiseite und lehnte sich auf den Fensterbrett, wie eine Frau, die nach Gesellschaft sucht. Sie hob mit einer Hand ihre Tasse mit Tee und klopfte leicht mit ihren perlmuttrosa Nägeln auf das Glas. Es war eine Farbe, die sie gewählt hatte, um ihre Finger jünger aussehen zu lassen, denn wenn ihre Finger nicht ihr Alter zeigten, könnte dasselbe auch mit ihrem Gesicht und ihrem ganzen Selbst passieren. Während sie in seine Richtung schaute, bewegte sich Mango erneut, wollte sich wieder nach Hause wenden. Dann gab sie ihm mit ihren bemalten Fingern ein Zeichen, zu gehen. Trava!
Ihr Junge zuckte leicht mit den Schultern, das Rucksack war wie eine kleine Buckel auf seinem Rücken. Unsicher, was er nehmen sollte, hatte er halbherzig mit Unsinn gefüllt: einen Fair Isle-Pullover, der zu groß war, Teebeutel, sein Skizzenblock mit zerknitterten Ecken, ein Ludo, einige halbgebrauchte Tuben medizinischer Salbe. Doch in der Ecke schwankte er, als könnte der Rucksack ihn nach hinten fallen lassen, in den Rand. Mo-Mou wusste, dass er nicht schwer war. Sie wusste, dass es seine Knochen waren, die ihm die Last des Todes aufgeladen hatten.