Schmerz, Einsamkeit, Ungerechtigkeit, Trauer... Hoffnung? Mit Wärme und Realismus lädt der MIT-Professor Kieran Setiya uns ein, die Werkzeuge der Philosophie zu nutzen, um gut zu leben, dabei jedoch von Anfang an anerkennend, dass die Widrigkeiten des Lebens unvermeidlich sind.
Wir neigen dazu, insbesondere im Westen, zu glauben, dass das Leben gut sein sollte – dass Leiden vermieden werden muss, dass es ein Zeichen ist, dass das Leben schiefgeht. Die moralischen Philosophen entwickeln Theorien über "das gute Leben", von Aristoteles' Eudämonie bis hin zu den populären neuen Auslegungen des Stoizismus: Die Interpretationen variieren, aber überall gibt es den gemeinsamen Glauben: dass wir nach dem Besten im Leben streben sollten.
Kieran Setiya sieht die Dinge anders – er glaubt, dass in der moralischen Philosophie weitgehend eine ehrliche Auseinandersetzung mit den von Natur aus schwierigen Aspekten des Lebens fehlt. Mit seltenen Ausnahmen konzentrieren sich Philosophen auf Freude, nicht auf Schmerz, auf Freundschaft, nicht auf Einsamkeit, auf Liebe, nicht auf Trauer, auf Errungenschaft, nicht auf Misserfolg, auf Gerechtigkeit, nicht auf Ungerechtigkeit.
In diesem Buch beschäftigt er sich mit unseren Leiden und gibt Antworten darauf, wie die Philosophie uns helfen kann, diese Erfahrungen zu verstehen. Er beginnt im Kleinen, mit persönlichen Leiden – Krankheit, Einsamkeit, Trauer, persönliche Misserfolge – bevor er den Blick nach außen richtet, auf die Struktur der Gesellschaft, auf die Übel von Ungerechtigkeit und Absurdität.
Auf dem Weg untersucht Kieran den Unterschied zwischen Glück und gutem Leben und befasst sich mit den moralischen Fragen, die diese Unterscheidung aufwirft. Mit warmer, zugänglicher und wohlwollender Schrift enthüllt Setiya, wie die Werkzeuge der Philosophie die Last menschlichen Schmerzes erhellen können: Er schöpft aus der Philosophie, sowohl der antiken als auch der modernen, aber auch aus Fiktion, Memoiren, Film, Geschichte, Komödie, Sozialwissenschaft und aus seinem eigenen Leben.