In diesem Band sind dreiunddreißig Texte aus öffentlichen Eingriffen des großartigen Nobelpreisträgers versammelt. Sein Ruf als Schöpfer und sein Ansehen als Intellektueller hatten seine Meinungen überall begehrt. Der aufständische Albert Camus steht im Mittelpunkt des Absurden und erkennt gleichzeitig sowohl unser gemeinsames Schicksal als auch die individuelle Freiheit eines jeden.
Mit moralischer Konsequenz bewegt er sich von einer Problematik zur nächsten und bringt eine Militanz zum Ausdruck, die darauf abzielt, denjenigen, die durch ein halbes Jahrhundert Skandal und Wut ihrer Stimme, ihres Gesichts und ihrer Würde beraubt wurden, wieder Gehör zu verschaffen. Gleichzeitig spricht er die falsche Verwendung von Worten und die Übertreibung von Ideen an, die den Menschen in einen Wolf für sich selbst verwandelt haben.
Es gibt eine „Krise des Menschen“. Camus dokumentiert und erklärt sie, indem er systematisch die Ursachen und Symptome formuliert. Er weiß, dass es um die Kultur und das Gefühl der Brüderlichkeit geht, das die Menschen im Kampf gegen ihr Schicksal vereint. „Ich ziehe die engagierten Menschen den engagierten Literaturen vor. Mut im Leben und Talent im Werk sind nicht wenig“, schrieb er in seinen Notizbüchern.
Denn wenn nichts wahr oder falsch, gut oder schlecht ist und wenn der einzige Wert die Effektivität ist, dann wird die Regel sein, dass du beweisen musst, dass du der effektivste, das heißt der stärkste bist. Die Welt ist nicht mehr in gerechte und ungerechte Menschen geteilt, sondern in Herren und Sklaven. Derjenige, der im Recht ist, ist der, der unterdrückt.
Sehen Sie sich also die Dinge um Sie herum an und überprüfen Sie, ob sie nicht immer noch wahr sind. Die Gewalt erschöpft uns und ertränkt uns. Sei es in den Nationen oder in der Welt, Misstrauen, Groll, Gier und der Kampf um Macht weben jetzt ein dunkles und verzweifeltes Universum, in dem jeder Mensch gezwungen ist, in der Gegenwart zu leben, und das Wort „Zukunft“ selbst symbolisiert für ihn die Angst in all ihren Formen; ausgeliefert an abstrakte Kräfte; schwach und erschöpft von einem stürmischen Leben; fern von natürlichen Wahrheiten, besinnlichen Beschäftigungen, dem einfachen Glück.
Die Krise des Menschen, 1946
Hersteller
- Autor
- Albert Camus
- Verleger
- Ekdoseis Kastanioti
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- -
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 336
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2023
- Veröffentlichungsdatum
- 2023
- Abmessungen
- -
- ISBN-13
- 9789600366310
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