Von den Schuljahren der 80er Jahre bis zum Bürgerkrieg in Bosnien in den 90ern und dem Athen der frühen 2000er Jahre tastet Theodor das familiäre Trauma ab: die lautstarke Abwesenheit des Vaters, die Verwandlung seines älteren Bruders Nikos in Nikiforos, die stille Trauer der Mutter. Und all dies in einer Umgebung, in der Fragen nie gestellt und Antworten nie gegeben werden.
Eine Novelle über das schwierige Erwachsenwerden zweier Brüder und die unzertrennlichen Blutbande vor dem Hintergrund des Echos eines Krieges, der sich weigert zu verstummen.
„Die Mutter wartet auf mich mit der Hand in der Sonne. [...] Sie hat, wie gewohnt, eine brennende Zigarette im Mund; ab und zu klopft sie die Asche in den Aschenbecher. Das helle Licht betont die Falten um ihren zusammengekniffenen Mund. Ich hole aus meiner Jackentasche eine Packung Zigaretten und bitte sie um ein Feuerzeug.
„Rauchst du? Seit wann?“ fragt sie, während ich anzünde.
Ich zucke mit den Schultern und blase den Rauch aus.
„Jeder Besuch eine Überraschung?“ fragt sie.
„Vielleicht.“
Wir bleiben dort eine Weile. Schweigend, beim Rauchen.
Die Sonne beginnt jetzt zu sinken. Ihr Schatten – und meiner –, während der Tag verblasst, verlängert sich über die Platten des Hofes, die seit Jahren darauf warten, dass jemand sie kalkt.“
Hersteller
- Autor
- Akis Papantonis
- Verleger
- Kichli
- Typ
- Sozial
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 136
- Veröffentlichungsdatum
- 12/2023
- Veröffentlichungsdatum
- 2023
- Abmessungen
- 14.5x22 cm
- ISBN-13
- 9786185461669
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