Der Schaukel scharrte rhythmisch unter mir, während ich mit meinem großen Zeh gegen die Bretter der Veranda drückte, um Schwung zu holen. Die frostigen Januarfinger schlüpften unter die Decke und die Schichten meiner Kleidung. Vergebliche Mühe, denn ich war bereits innerlich eingefroren. Mein Blick fiel auf den halb zerfallenen Weihnachtskranz, der an der lebhaften lila Haustür hing. Ich musste ihn abnehmen. Ich musste zur Arbeit zurückkehren. Ich musste in mein Zimmer gehen und das Deo auftragen, das ich vergessen hatte. Offensichtlich musste ich eine Menge Dinge tun. Doch alles schien mir wie ein Berg, als ob das Wiederhereinkommen ins Haus und das Hochlaufen die Treppe zu meinem Zimmer die gleiche Energie kosten würde wie der Aufstieg auf den Mount Everest. Entschuldigung, No-come-out. Für den Moment muss ich mit einer Bibliothekarin zurechtkommen, die nach Schweiß riecht. Ich atmete tief die kalte Luft ein, die meine Lungen wie ein Rasiermesser durchtrennte. Seltsam, dass ich mich daran erinnern musste, etwas so Instinktives wie das Atmen zu tun. Die Trauer hatte ihre Art, alles zu durchdringen, selbst wenn man darauf vorbereitet war.
Ich hob die Tasse meines Vaters mit dem Motto „TRÄNEN DES UNRECHTS“ und trank einen Schluck meines morgendlichen Weins zur Stärkung. Den Rest des Tages würde ich in der erstickenden Hitze des Eternal No-come-out verbringen, so hieß das Beerdigungsinstitut in No-come-out. Der Thermostat fiel nie unter vierundzwanzig Grad Celsius, damit sich die alten Kunden, die meist Frostbeulen waren, wohlfühlten. Mein Atem entwich wie eine silberne Wolke. Als sie sich in der Luft auflöste, wurde mein Blick auf das Nachbarhaus wiederhergestellt. Es war ein gewöhnliches zweistöckiges Haus mit beiger Holzverkleidung und funktional gestalteten Hof. Um fair zu sein, machte mein exzentrisches viktorianisches Haus mit der umlaufenden Veranda und dem auffälligen Türmchen die meisten anderen Häuser blass. Doch das benachbarte Gebäude hatte etwas Lebloses, was den Kontrast noch stärker hervorhob.