DER ERSTE, der Anders, weißer männlicher Mensch, wachte auf und entdeckte, dass er eine tiefe, zweifellos kastanienbraune Farbe angenommen hatte. Er wurde sich allmählich bewusst, zunächst allmählich, dann plötzlich, zuerst als Gefühl, während er versuchte, sein Telefon zu greifen, dass das Morgenlicht etwas Seltsames an der Farbe seines Horizonts bewirkte, und dann mit einem Schreck, wie eine momentane Sicherheit, dass jemand anderes mit ihm im Bett war, ebenfalls männlich, dunkler in der Hautfarbe, doch das war, so beängstigend es auch war, sicherlich auch unmöglich, und er beruhigte sich bei dem Gedanken, dass die andere Person, die gleichzeitig mit ihm bewegte, kein separates Wesen war, sondern einfach er selbst, Anders, und er fühlte eine Erleichterung, denn wenn die Idee, dass jemand anderes dort war, nur eine Einbildung seiner Fantasie war, dann war natürlich auch die Idee, dass er die Farbe geändert hatte, nur eine Täuschung, eine Illusion, eine Einbildung des Geistes, geboren in den glitschigen Halbmonden zwischen Traum und Wachsein, nur dass er jetzt sein Telefon in der Hand hielt und die Kamera umgedreht hatte, so sah er, dass das Gesicht, das ihn ansah, keineswegs sein eigenes war.
Er stand irgendwie aus dem Bett auf und wollte ins Badezimmer stürmen, doch dann zwang er sich, sich zu beruhigen, und sein Schritt wurde langsamer, bedachter und kalkulierter, auch wenn er nicht wusste, ob er das tat, um die Kontrolle über die Situation zu gewinnen, die Realität nur mit der Kraft seines Geistes wiederherzustellen, oder weil das Laufen ihn mehr erschreckt hätte, ihn für immer zu einer gejagten Beute gemacht hätte. Das Badezimmer war beruhigend vertraut und schrecklich zugleich, mit Rissen in den Fliesen, dem Schmutz im Putz, der getrockneten Zahnpasta, die auf die Außenseite des Waschbeckens geronnen war. Das Innere des Medikamentenschranks war sichtbar, die Tür mit dem Spiegel halb offen, und Anders hob die Hand und brachte sein Spiegelbild vor seine Augen. Es war nicht Anders, wie er ihn kannte.