Der Bestseller der Sunday Times
Eine neue Einschätzung der kolonialen Vergangenheit des Westens.
Nach dem Zerfall des Sowjetimperiums 1989 glaubten viele, dass wir das „Ende der Geschichte“ erreicht hätten – dass die weltweite Dominanz der liberalen Demokratie für immer gesichert sei.
Doch jetzt sieht sich der liberale Westen ernsthaften Bedrohungen gegenüber, nicht nur von außen. Besonders in der Anglosphäre untergräbt die Bewegung der „Dekolonisierung“ das Selbstbewusstsein des Westens, indem sie die Geschichte der europäischen und amerikanischen kolonialen Herrschaft als eine Reihe rassistischer, ausbeuterischer und furchtbar gewalttätiger Ereignisse neu erzählt.
Nigel Biggar stellt diese Behauptung auf die Probe und stellt in acht Kapiteln kritische Fragen: Wurde das britische Empire hauptsächlich von Gier und dem Wunsch nach Herrschaft getrieben? Sollten wir in demselben Satz von „Kolonisierung und Sklaverei“ sprechen, als wären sie synonyme Begriffe? War das Empire im Wesentlichen rassistisch? Inwieweit beruhte es auf Landraub? Umfasste es Völkermord? Wurde es hauptsächlich von wirtschaftlicher Ausbeutung angetrieben? War die koloniale Regierung von vornherein illegal? Und war das Empire im Wesentlichen gewalttätig, und war seine Gewalt stets rassistisch und terrorisierend?
Biggar macht deutlich, dass das britische Empire, wie jede andere langjährige staatliche Entität, in Elemente der Ungerechtigkeit verwickelt war, manchmal erschreckend. In einigen Fällen war es beschämend unfähig und überwachte Momente schrecklicher Tragödien.
Trotzdem setzte sich das Empire ab den frühen 1800er Jahren für die Abschaffung des Sklavenhandels im Namen eines christlichen Glaubens an die grundlegende Gleichheit aller Menschen ein. Es unterdrückte die chronische zwischenstaatliche Kriegführung, öffnete die lokalen Wirtschaften für die Chancen des Weltmarktes, milderte die Auswirkungen der unweigerlichen Modernisierung, etablierte Rechtsstaatlichkeit und liberale Institutionen wie die freie Presse und gab Geld aus, um die mörderisch rassistischen Nazi- und japanischen Imperien im Zweiten Weltkrieg zu besiegen.
Als enzyklopädisch im historischen Umfang und tiefgehend analytisch bietet Colonialism eine moralische Untersuchung der kolonialen Vergangenheit und hinterfragt schädliche Illusionen, die somit helfen, den Glauben an die Zukunft des Westens zu erneuern.
Seiten: 480, Abmessungen: 12,9x12,9cm
Hersteller
- Autor
- Nigel Biggar
- Verleger
- HarperCollins Publishers
- Untertitel
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- Anzahl der Seiten
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- Veröffentlichungsdatum
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- Veröffentlichungsdatum
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- Abmessungen
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- Sprache
- Englisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- Europa, USA, Russland
- ISBN-13
- 9780008511678
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