Nach einer weit verbreiteten Auffassung ist der beste Weg, den Armen zu helfen und sie von ihrem Elend zu befreien, die Reichen reicher werden zu lassen: Wenn die Reichen weniger Steuern zahlen, dann werden wir anderen in einer besseren Lage sein. Folglich nützt der Reichtum der Wenigen uns allen.
Diese gängigen Auffassungen stehen jedoch im Widerspruch zu unserer Alltagserfahrung, einer Vielzahl von Erkenntnissen aus Studien und natürlich der Logik. Diese paradoxe Kluft zwischen den unwiderlegbaren Beweisen und den gängigen Überzeugungen lässt uns innehalten und nachdenken: Warum sind diese Auffassungen so verbreitet und warum widersetzen sie sich den angesammelten und ständig wachsenden Beweisen, die das Gegenteil belegen?
Dieses kleine Buch versucht, auf diese Frage eine Antwort zu geben. Bauman dokumentiert und analysiert die unausgesprochenen Annahmen und gedankenlosen Überzeugungen, auf denen die oben genannten Auffassungen basieren, und stellt fest, dass sie eins nach dem anderen falsch, irreführend und täuschend sind.
Diese Auffassungen würden kaum im Vordergrund stehen, wenn sie nicht die gegenwärtige, ohne Vorbild, ungerechtfertigte und immer schneller wachsende Zunahme der sozialen Ungleichheit verteidigen – vielmehr, wenn sie nicht die Kluft zwischen der Elite der Reichen und dem Rest der Gesellschaft fördern und verstärken würden.
Hersteller
- Autor
- Zygmunt Bauman
- Verleger
- Okto
- Typ
- Geisteswissenschaften, Politikwissenschaften, Anthropologie - Ethnologie, Soziologie
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Kommt der Reichtum einiger weniger uns allen zugute?
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 111
- Veröffentlichungsdatum
- 6/2014
- Veröffentlichungsdatum
- 2014
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9786185077020
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