Antimaterie ist die stärkste Energiequelle, die der Mensch kennt. Sie setzt Energie mit einer Effizienz von 100 % frei (die Kernspaltung hat eine Effizienz von 1,5 %). Antimaterie verursacht keine Verschmutzung oder Strahlung, und ein Tropfen könnte den Energiebedarf von New York City für einen ganzen Tag decken.
Doch es gibt ein Problem… Antimaterie ist äußerst instabil. Sie explodiert, wenn sie mit irgendetwas in Kontakt kommt… sogar mit Luft. Ein einziges Gramm Antimaterie setzt eine Energie frei, die mit einer 20-Kilotonnen-Atombombe vergleichbar ist – der Größe der Bombe, die in Hiroshima abgeworfen wurde. Bis vor Kurzem konnten Wissenschaftler Antimaterie nur in sehr kleinen Mengen herstellen (einige Atome auf einmal). Doch CERN hat neue Wege eröffnet, mit dem neuen Antiprotonenbeschleuniger, einem fortschrittlichen System zur Produktion von Antimaterie, die in viel größeren Mengen hergestellt werden kann.
So stellt sich die Frage: Wird diese äußerst instabile Substanz die Welt retten können oder wird sie für die Herstellung der tödlichsten Waffe aller Zeiten genutzt werden?