Dies ist eine Studie über die Schaffung und Dekonstruktion der Sexualität im Laufe der Jahrhunderte. Sie erzählt die erstaunliche Geschichte des Sex im Westen von der Antike bis zur Gegenwart und bietet einen genauen Überblick über die Entwicklungen in der reproduktiven Anatomie und Physiologie. Wir werden die wichtigen Faktoren in der Geschichte von Thomas Laqueur anerkennen - die menschlichen Sexualorgane und -freuden, die Nahrung, das Blut, das Sperma, die Eizelle und andere - aber wir werden von den Handlungssträngen beeindruckt sein, in die sie von Wissenschaftlern, politischen Aktivisten, Literaten und Theoretikern verflochten wurden.
Laqueur beginnt mit der Frage, warum gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts der weibliche Orgasmus für die Empfängnis als irrelevant angesehen wurde, und blickt dann auf die dramatischen Veränderungen in den westlichen Ansichten über sexuelle Merkmale über zwei Jahrtausende zurück. So entstehen zwei "Hauptstränge". In der Geschichte des einen Geschlechts ist die Frau eine unvollkommene Version des Mannes und wird folglich anatomisch und physiologisch erkannt: die Vagina wird als innerer Penis angesehen, der Uterus als Scrotum, die Eierstöcke als Hoden. Der Körper ist daher eine Darstellung, nicht das Fundament des sozialen Geschlechts. Die zweite Handlung dominiert das Denken nach der Aufklärung, während das Modell des einen Geschlechts tief in der klassischen Kenntnis verwurzelt ist. Die Geschichte der zwei Geschlechter besagt, dass der Körper die Geschlechtsunterschiede bestimmt, dass die Frau das Gegenteil des Mannes mit unvergleichlich unterschiedlichen Organen, Funktionen und Gefühlen ist. Die beiden Handlungsstränge überlappen sich.
Die Wissenschaft kann viele neue Fakten etablieren, aber selbst dann argumentiert Laqueur, dass die Wissenschaft nur eine neue Art des Sprechens bietet, eine Rhetorik und nicht der Schlüssel zur Befreiung der Frau oder zum sozialen Fortschritt ist. "Making Sex" endet mit Freud, der neurologische Beweise zurückwies, um zu behaupten, dass sich, wenn ein Mädchen zur Frau wird, der Sitz ihrer sexuellen Lust von der Klitoris in die Vagina verlagert; Sie wird das, was die Kultur verlangt, nicht wegen des Körpers. Die berühmte Maxime von Freud umkehrend, postuliert Laqueur, dass das Schicksal Anatomie ist. Sex, mit anderen Worten, ist eine Kunst.
Dies ist eine kraftvolle Geschichte, geschrieben mit Lebendigkeit und einem scharfen Gespür für Details (entweder technisch streng oder leidenschaftlich fantastisch). "Making Sex" wird den Denkanstoß geben, sei es in Form von Argumenten oder Überraschungen, bei einer breiten Leserschaft.
Hersteller
- Verleger
- Harvard University Press
- Sprache
- Englisch
- Untertitel
- -
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 336
- Veröffentlichungsdatum
- 2/1992
- Veröffentlichungsdatum
- 1992
- Abmessungen
- 16.3x23.4 cm
- ISBN-13
- 9780674543553
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