Die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 wurde 1849-50 für einen Klavierwettbewerb am Pariser Konservatorium geschrieben und Adolf Henselt gewidmet. In diesem Werk experimentierte Liszt mit neuen Ausdrucksweisen. Laut seinen Memoiren war das Stück so schwierig, dass selbst Henselt es nicht aufführen konnte, und die Uraufführung wurde von Tausig gegeben. Die Widmung der Sonate (das einzige verbleibende Werk von Liszt mit diesem Titel und dieser Form) ist an Schumann gerichtet, der viel früher seine Fantasie für eine partielle Harmonie Liszt gewidmet hatte.
Die Sonate bildet eine Verbindung zur Faust-Symphonie, und thematische Ähnlichkeiten sind zwischen den beiden Werken zu beobachten. Die Fantasie und Fuge B-A-C-H wurde ursprünglich für Orgel geschrieben. Das Werk sollte zur Einweihung der neuen Orgel im Merseburger Dom gespielt werden, aber Liszt schloss es nicht rechtzeitig ab, sodass die Uraufführung erst sechs Monate später stattfand. Liszt übertrug das Werk auch für Klavier und überarbeitete später beide Ausgaben, für Klavier und Orgel.
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