„Der Aufsatz „Was ist eine humanistische Kritik?“ ist die Eröffnungsrede von Abrams auf dem Symposium mit dem Titel „Der Kaiser wieder angezogen: Kritik der Kritischen Theorie“, das 1992 an der Universität von Alabama stattfand. An dem Symposium nahmen angesehene Literaturkritiker, Philosophen und Wissenschaftler teil, darunter John Searle, Ihab Hassan, David Lehman, Richard Levin u.a.
Das Thema (und offensichtliche Ziel) des Symposiums war die „gründliche Überprüfung“ der poststrukturalistischen, radikalen Theorien, zu denen die Dekonstruktion einen herausragenden Platz einnimmt. Der Ton vieler Referate war kämpferisch, ironisch oder sogar sarkastisch. Aber Abrams, immer lehrreich und methodisch, erinnert daran, dass „Kritik nicht gleich Krieg bedeutet“ und nimmt sich vor, grundlegende Positionen der poststrukturalistischen Theorien, Ideen und Praktiken zu analysieren und sowohl ihre internen Widersprüche als auch ihre Konsequenzen aufzuzeigen.
Er wird einige kritische Theorien „von innen heraus“ untersuchen, sehen, „welche Elemente und welche Faktoren sie dazu gebracht haben, nicht nur vertrauenswürdig, sondern auch überzeugend für aufgeklärte Menschen zu erscheinen“, und zeigen, „welche interessanten Auffassungen in diesen Theorien vorhanden sind, auf die wir, die wir eine andere Haltung als Kritiker haben, achten sollten“. Er wird auch zeigen, warum „die modernen Theorien, wenn sie auf die literarische Kritik angewendet werden“, „unzureichend für die literarischen Texte sind, die sie zu interpretieren versuchen und oft verzerrend in den Lesearten, die sie verwenden und vorschlagen“.
Ein großer Teil des Aufsatzes behandelt die Beschreibung des Antihumanismus der strukturalistischen und poststrukturalistischen Theorien (Claude Lévi-Strauss, Roland Barthes, Michel Foucault, Jacques Derrida, Paul de Man), das Infragestellen grundlegender Begriffe und Bezüge des traditionellen Denkens und der Kritik, wie „Mensch“, „human“, „das Subjekt“, „Subjektivität“, „das Individuum“, „das Ich“. Für diese Theoretiker existieren Menschen – der Autor, der Leser – nicht als Subjekte; sie sind – ebenso wie das literarische Werk – „Funktionen“ oder „Ergebnisse“ der Sprache“. (Auszug aus dem Nachwort des Übersetzers).
Hersteller
- Autor
- Meyer Howard Abrams
- Verleger
- Morfotiko Idryma Ethnikis Trapezis
- Typ
- Historischer Roman
- Abdeckung
- Hardcover
- Anzahl der Seiten
- 97
- Veröffentlichungsdatum
- 7/2014
- Veröffentlichungsdatum
- 2014
- Abmessungen
- 19x12 cm
- ISBN-13
- 9789602506035
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