Die Institution der Erbfolge drückt das Bedürfnis aus, das Privateigentum zu schützen (Artikel 17 § 1 der Verfassung). Denn wenn das Eigentum beim Tod seines Inhabers verloren ginge, würde dies ein Risiko für den reibungslosen Ablauf von Transaktionen darstellen und Unsicherheit in das Wirtschaftsleben bringen, da dieses zufällige und unvorhersehbare Ereignis den Fortgang eines Vertrags vereiteln könnte. Die besondere Bedeutung dieses Ereignisses wird im Rahmen eines kapitalistischen Wirtschaftssystems weiter hervorgehoben, dessen grundlegende Grundlagen die Dauer und das Vertrauen in Vertragsbeziehungen sind. Darüber hinaus dient die vorrangige Erbschaft durch nahe Verwandte sowohl als Motivation für die Entwicklung von persönlichem Eigentum als auch als Indikator für gesellschaftliche Werte. Somit wird deutlich, dass durch die Erbfolge auch die Fürsorge und Sicherheit der Familie als soziale Gruppe erreicht werden (Artikel 21 § 1 der Verfassung).
Theorie und Rechtsprechung, die die grundlegenden Zwecke und Ziele dieser beiden Institutionen berücksichtigen, waren aufgefordert, Lösungen für die Probleme zu finden, die sich aus ihrer Überschneidung ergaben. Daher ist der Anlass für die Vorbereitung und gleichzeitig das Ziel dieser Studie, die Hauptprobleme zu systematisieren, die Diskrepanzen zu versöhnen und zu mildern, um zu zeigen, dass mit dem Kataster-System der Markt für ererbte Immobilien nun sicher sein wird.
Im Detail versucht das erste Kapitel, die Hauptprobleme der Erbfolge zu analysieren, die im Stadium der Katastervermessung auftreten, nachdem zunächst die notwendigen Konzepte geklärt und der notwendige Hintergrund für ihr Verständnis geschaffen wurden. Anschließend versucht das zweite Kapitel, die Probleme aus der Überschneidung dieser beiden Institutionen unter dem Regime eines funktionierenden Katasters zu untersuchen, während schließlich das dritte Kapitel spezifische Fragen behandelt (das Verhältnis des Erbanspruchs zum Anspruch von Artikel 6 § 2 des Gesetzes 2664/1998 sowie das der Ersitzung mit der Erbfolge im Nationalen Kataster), ohne die jüngsten legislativen Entwicklungen zu übersehen. Schließlich enthält ein Anhang zur Ausgabe die wichtigsten Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs und der Tatsachengerichte zu den oben genannten Themen bis heute.