Mit einem historischen und kritischen Blick untersucht der vorliegende Sammelband den nachkriegsinstitutionellen Rahmen für die Kunst in Griechenland vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute. Die Autoren, zwölf griechische Kunsthistoriker, beleuchten zentrale Themen und Diskussionen und enthüllen, wie, von wem und wann die gemeinsamen Annahmen darüber gebildet wurden, was interessant ist, was wert ist, ausgestellt zu werden oder was als wertvolles Kunstwerk betrachtet wird, was allgemein mittlerweile Gewissheit ist.
In ihren Texten spiegeln sich die Bestrebungen und Ängste der Protagonisten der Geschichte sowie der Gegenwart wider, die gegensätzlichen Meinungen und die Zwischenräume, die theoretischen Konstrukte, die verwendet und manchmal fehlinterpretiert wurden, sowie die Wege bis zum Endergebnis, das in einigen Fällen heute selbstverständlich erscheint.
Die erste thematische Einheit des Buches ist zeitlich näher bestimmt und bezieht sich auf die ersten Nachkriegsdekaden. Konkret werden die Propagandaausstellungen untersucht, die versuchten, ein positives Bild von der neuen politischen Ausrichtung des Landes im Kontext des Kalten Krieges zu formen (Evi Papadopoulou), die Bemühungen der Akademie der Bildenden Künste, die angewandten Künste in das Studienprogramm zu integrieren (Christina Dimakopoulou), die Ausstellungen griechischer Künstler auf dem Kreuzfahrtschiff Olympia (Anny Malama) sowie der Aufbau einer linearen Erzählung zur Kunstgeschichte des modernen griechischen Staates (Lefteris Spyrou).
Die kollektiven oder staatlichen Politiken, in öffentlichen und privaten Institutionen für die Kunst in Griechenland, die ihre statutarische Funktionsweise erheblich verändert haben oder in der Nachkriegszeit gegründet wurden, sind Gegenstand der zweiten Einheit von Texten. Hier wird der Fall der Neugestaltung und Modernisierung der Künstlerischen Berufskammer (Spyros Moschonas), die ersten Jahre des Nationalen Museums für zeitgenössische Kunst (Tina Pandi), die Bemühungen um die institutionelle Anerkennung und die Gründung eines Fotomuseums in Griechenland (Iro Katsaridou) sowie die institutionelle Tätigkeit des Ministeriums für Kultur für die zeitgenössische künstlerische Schöpfung (Anni Kontogiorgi) vorgestellt.
In der dritten und letzten Einheit des Buches konzentrieren sich die Texte ausschließlich auf zeitgenössische künstlerische Praktiken sowie breiter auf den institutionellen Rahmen für zeitgenössische Kunst. So werden das Engagement von Privatpersonen und juristischen Personen des privaten Rechts in der Produktion und Verbreitung zeitgenössischer Kunst (Irene Geroyanni, Louisa Avgita) sowie die ideologischen Richtungen und Praktiken im Zusammenhang mit künstlerischen Installationen und bewegten Bildern untersucht (Aretí Adamopoulou, Maro Psyrra).
Aretí Adamopoulou ist Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Ioannina.
Hersteller
- Autor
- Areti Adamopoulou
- Verleger
- University Studio Press
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Der institutionelle Rahmen nach 1945
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 424
- Veröffentlichungsdatum
- 9/2024
- Veröffentlichungsdatum
- 2024
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus, Postmodernismus
- Alben
- Ja
- Themen
- Foto - Video, Film, Theorie & Kunstgeschichte
- ISBN-13
- 9789601226545
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