Der heißeste Tag dieses Sommers neigte sich seinem Ende zu. Die großen quadratischen Häuser in der Privet-Straße waren in eine betäubende Stille gehüllt, während die Autos, die normalerweise vor Sauberkeit glänzten, jetzt staubig auf den Grünflächen parkten. Der einst grüne und gepflegte Rasen war ausgetrocknet und verfilzt – aufgrund der Dürre war es den Menschen verboten, mit dem Gartenschlauch zu gießen. Die Bewohner der Privet-Straße, die ihre üblichen Tätigkeiten wie das Waschen ihrer Autos und das Mähen des Rasens vermisst hatten, zogen sich in den kühlen Schatten ihrer Häuser zurück. Dennoch hatten sie die Fenster offen gelassen, in der Hoffnung, den kaum vorhandenen Wind anzulocken. Der einzige, der draußen war, war ein Teenager, der auf dem Rücken auf einer Blumenrabatte vor dem Haus Nummer 4 lag.
Es war ein schlanker Junge mit schwarzen Haaren, runden Brillen und dem erschöpften, kaum sichtbaren schwachen Aussehen eines Kindes, das plötzlich groß geworden war. Er trug eine abgetragene, schmutzige Jeans, ein lässiges, ausgewaschenes T-Shirt, während seine Turnschuhe an der Stelle begannen, sich zu öffnen, wo die Sohle auf das Oberleder trifft. Das Aussehen von Harry Potter machte ihn den Nachbarn nicht besonders sympathisch. Die meisten waren Menschen, die der Meinung waren, dass ungepflegtes Aussehen gesetzlich bestraft werden sollte. An diesem Nachmittag jedoch, versteckt hinter einer buschigen Hortensie, war er für Passanten unsichtbar. Die einzige Möglichkeit, ihn zu sehen, bestand darin, dass Onkel Vernon oder Tante Petunia ins Wohnzimmerfenster schauten und auf das Blumenbeet direkt darunter blickten.
So gratulierte Harry sich selbst zu seiner Idee, sich dort zu verstecken. Er fühlte sich vielleicht nicht sehr wohl, auf dem harten Boden zu liegen, der vor Hitze brannte, aber andererseits war niemand da, der ihn böse ansah, mit den Zähnen so laut knirschte, dass er die Nachrichten nicht hören konnte, oder ihn mit nervigen Fragen bombardierte, wie es jedes Mal geschah, wenn er beschloss, im Wohnzimmer fernzusehen mit seiner Tante und seinem Onkel.