Im Modell, das Freud in Jenseits des Lustprinzips für die Entstehung des Ichs vorschlug, spricht er von der Entwicklung einer „instrumentalen Blase“, weshalb die Frage aufkommt, ob er die Entwicklung dieser instrumentalen Blase als die eines vereinfachten Organismus versteht, der „seine Grenzen, sein rezeptives und sein antizipatorisches System unter dem Einfluss äußerer Reize aufbaut“. Oder ist die „Blase“, von der Freud spricht, eine Art materieller Seele*, die er mit dem biologischen Bild eines Einzellers vergleicht?
Und sofort stellt sich die Frage, was Archetypen sind, über deren Bedeutung es viele Missverständnisse gibt. Eine Möglichkeit, sie zu verstehen, besteht darin, sie mit Instinkten zu vergleichen: Diese sind „biologische Antriebe, die von den Sinnen wahrgenommen werden“. So sind die Archetypen die Instinkte der Seele, die sich auf irgendeine unbekannte Weise in der Fantasie manifestieren und immaterielle symbolische Bilder erzeugen. Ein Archetyp ist das Thema, die zentrale Idee, die in verschiedenen Mythen mit unterschiedlichen Bildern dargestellt wird.
Die Hypothese von Edelman und Tononi über die Struktur des dynamischen Kerns: a. Bestimmte neuronale Gruppen, räumlich im Gehirn verteilt, sind bestimmt, an der bewussten Erfahrung teilzunehmen. b. Nur eine kleine Teilmenge davon wird irgendwann die Manifestation der bewussten Erfahrung übernehmen.
Wir haben eine signifikante Verschiebung der Ansichten über die natürliche Selektion und ihre Rolle bei den Innovationen der Phänotypen und des Verhaltens von Organismen festgestellt. Diese hat aufgehört, die Exklusivität in der Evolution der Wesen zu besitzen; andere Kräfte haben mit Ansprüchen interveniert, wie molekulare Antriebe und neutrale Abweichungen, eine Rekursion des genetischen Materials, sodass zusammen mit der natürlichen Selektion zu erkennen scheint, dass sie die funktionalen Innovationen der Organismen leiten.
Wenn und nur wenn das Individuum sich nicht ausschließlich auf seine biologische Ausstattung beschränkt, sondern „etwas“ anderes besitzt, mit dem es in der Lage ist, diese zumindest teilweise zu definieren, können wir nur dann behaupten, dass es wählt, freien Willen hat. Dieses „etwas“ ist somit seine Seele; bezüglich seiner Natur wird die Antwort im nächsten Band dieser Arbeit gegeben. Der Unterschied zwischen materieller und immaterieller Seele hat sein Interesse verloren, wie im sechsten Band dieser Arbeit erklärt wird.
Hersteller
- Autor
- Kostas N. Mparampoutis
- Verleger
- Armos
- Motiv
- Theologie & Dogma
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 524
- Sprache
- Griechisch
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2024
- Veröffentlichungsdatum
- 2024
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Taschenformat
- Nein
- ISBN-13
- 9789606157387
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