Alle grundlegenden Werte und Anforderungen der Moderne sind in einem ständigen und explosiven Wandel. Man könnte auch von einer Mutation sprechen. Alle großen Worte und Konzepte verändern sich. Sie metamorphosieren.
Kein Zufall, dass Freiheit zu einem „Recht auf Selbstunterscheidung“ wird, Gleichheit zu „Gleichheit der individuellen Chancen“ und Fortschritt zu „wirtschaftlicher Maximierung“. Was Solidarität und Brüderlichkeit betrifft, so bleiben diese im Abseits. Und die Veränderungen sind niemals harmlos.
So kann der plötzliche Aufstieg des „Rechts auf Unterschied“ und des „Multikulturalismus“ nicht von ihren sozialen und ideologischen Kontexten getrennt werden. Die neuen Ansprüche stehen in direkter Beziehung zu den Nebenwirkungen der Globalisierung, dem Zusammenbruch geschlossener politischer Entitäten, der Schwächung stabiler nationaler Identitäten und dem Auseinanderfallen des Wohlfahrtsstaates.
Die Tatsache, dass das „Recht auf Unterschied“ scheinbar von sozialer Gerechtigkeit und dem Recht auf unmittelbares Überleben entkoppelt wird, ist also kein Zufall. Solange die Auszeichnung der freien Wahl von der Materialität der Überlebensbedürfnisse aller ohne Ausnahme der Benachteiligten gelöst wird, bleibt der Traum von einer besseren Welt offen und unvollendet.
Hersteller
- Autor
- Konstantinos Tsoukalas
- Verleger
- Ekdoseis Kastanioti
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- „Identitäten“ und „Unterschiede“ im Zeitalter der Globalisierung, Neue Ausgabe, Überarbeitet
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 192
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2024
- Veröffentlichungsdatum
- 2024
- Abmessungen
- 14x20.5 cm
- ISBN-13
- 9789600373462
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