Die moderne herrschende Geschichtsschreibung und Ideologie versuchen, ein dramatisches Jahrhundert mit der Hülle eines lehrhaften Märchens zusammenzufassen: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird ein schönes und tugendhaftes Mädchen (Fräulein Demokratie) zuerst von einem Biest (Herrn Kommunismus) und dann von einem zweiten (Herrn Nazismus-Faschismus) angegriffen. Durch die Unterschiede zwischen den beiden und anhand komplexer Ereignisse kann das Mädchen sich aus der schrecklichen Situation befreien. Nachdem sie die Reife erreicht hat, ohne ein Stück ihrer Anmut zu verlieren, kann Fräulein Demokratie endlich ihre jugendliche Liebe leben und in den Bund der Ehe mit Herrn Kapitalismus eintreten.
Domenico Losurdo (1941-2018) bleibt eine geheimnisvolle Figur: ein „Archäologe“ der westlichen Geschichte der Philosophie und politischen Theorie, der sich mit Foucault und Nietzsche eine ausgeprägte Skepsis gegenüber den „anerkannten Wahrheiten“ teilt. Die Wette, die diese Ausgabe eingeht, ist, dass am Ende der Lektüre die äußerst banalen Begriffe des „Totalitarismus“ und des „Scheiterns“ oder „Verrats“ als Merkmale der kommunistischen Bewegung und des tatsächlich existierenden Sozialismus nicht mehr selbstverständlich sein werden.
Hersteller
- Autor
- Domenico Losurdo
- Verleger
- Oktana
- Ursprünglicher Titel
- Zur Kritik der Kategorie des Totalitarismus
- Untertitel
- Geschichte der kommunistischen Bewegung: Scheitern, Verrat oder Lernprozess?
- Anzahl der Seiten
- 124
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2024
- Veröffentlichungsdatum
- 2024
- Abmessungen
- 13x19 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- ISBN-13
- 9786188624979
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