Mit der Generation der 30er Jahre wird der historische Zyklus abgeschlossen, der im 15. Jahrhundert auf Kreta eröffnet wurde. Ein Zyklus, der von der sakralen Malerei zu einer weltlichen Malerei führen wird, die als verkündete Fortsetzung der byzantinischen und nachbyzantinischen Tradition gilt.
Dieser historische Zyklus war besonders mühsam und schief, da die Besetzung durch heidnische Eroberer die Tendenzen zur Fixierung auf die religiöse Identität der Griechen verstärkte und die Ablehnung jeglicher Reformen förderte, die die orthodoxe Individualität der Griechen ignorierten. Die Bestrebungen der Künstler werden die unbeirrbare Fixierung auf die byzantinische Tradition und die Reproduktion - wenn möglich ab aecterno - der gleichen heiligen Formen sein...
Als das kretische Zentrum nach der türkischen Eroberung 1669 verloren ging, wird die einheimische Tradition in die Volksmalerei und Ikonenmalerei abtauchen. Die bescheidenen Künstler aus Epirus und „Dytianos“ werden, selbst in der einfachsten Form, die heimische künstlerische Tradition aufrechterhalten - deren Schwanengesang das Werk von Dimitrios und Panagiotis Zografos darstellen wird.
Nach einer Phase kultureller Entfremdung wird die Lehre des Westens - zum „Vergleich mit dem europäischen“ (Gyxos, Lytras, früher Halepas) - bereits verarbeitet sein und die griechische Welt wird sich auf den Sprung zur Großen Idee vorbereiten: Gelehrte (Parthenis) und volkstümliche (Theofilos) Künstler streben eine Begegnung mit der einheimischen Maltradition an.
Das tragische Ende des Traums im Jahr 1922 wird nicht zur Unterbrechung des Fortgangs führen, sondern im Gegenteil zu seiner Vertiefung. Die Generation der 30er Jahre wird tiefer in die griechische Zeitlosigkeit graben, hin zum „griechischen Hellenismus“ von Giorgos Seferis, um auch einen gleichwertigen Dialog mit dem Westen zu ermöglichen...
Vielleicht wird mit dem Abschluss dieses historischen Kapitels, in einer tragischen Bedeutungszuschreibung des Zyklus, das uralte Drama enden, oder wird es der Anfang eines neuen tugendhaften Kreises sein? Werden die jüngeren griechischen Künstler, oder zumindest diejenigen, die nicht in bedeutungslose Manierismen sinken, kreativ dort weitermachen, wo Eggonopoulos und Kontoglou aufgehört haben?
Hersteller
- Autor
- Giorgos Karampelias
- Verleger
- Enallaktikes Ekdoseis
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- -
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 536
- Veröffentlichungsdatum
- 12/2024
- Veröffentlichungsdatum
- 2024
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus, Surrealismus, Überrealismus, byzantinische Kunst
- Alben
- Nein
- Themen
- Bildhauerei - Druckgrafik
- ISBN-13
- 9789604272594
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