Andreas Nenedaakis war der Sohn eines unruhigen, bergbewohnenden Hirten, wurde Kaufmann in einer Kleinstadt, wurde während des Zweiten Weltkriegs zum Tode verurteilt und nach dem Ende des Krieges gefoltert; als Patriot, Kommunist und Schriftsteller, der in seinem literarischen Werk die Stimme einer tyrannisierten Studentin annahm, verkörpert er die beiden Extreme eines paradoxen Gegensatzes.
Der führende Anthropologe –und mittlerweile griechische Staatsbürger– Michael Herzfeld traf Nenedaakis zum ersten Mal während seiner Feldforschung auf Kreta, und die tiefe Freundschaft, die sich zwischen ihnen entwickelte, führte allmählich zu dieser Studie. Der Anthropologe setzt die Abenteuer, Leidenschaften und Perspektiven des Schriftstellers in ihren historischen Kontext und untersucht die Beziehung, die Konservatismus mit Rebellion in der griechischen Kultur verbindet.
Indem er ethnografische Analyse mit den Visionen von Nenedaakis verwebt, zeigt er uns, wie ein scharfsinniger Kommentator mit tiefem Selbstbewusstsein und unversöhnlicher persönlicher Sichtweise kreativ das, was wir über die lokale und nationale Kultur wissen, komplizieren kann. Indem er die Konventionen einer aktuellen anthropologischen Literatur in Frage stellt, besteht Herzfeld darauf, dass wir die romanhafte Biografie eines Griechen durch die Linse der gelebten Realität lesen können.
Die gleiche Frage stellt auch der Held eines Werkes von Nenedaakis: „War das Leben von ihm und unser Leben aller, zu jener Zeit, nicht ein Roman?“
Hersteller
- Autor
- Michael Herzfeld
- Verleger
- Alexandreia
- Ursprünglicher Titel
- Porträt einer griechischen Vorstellungskraft
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- -
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 408
- Veröffentlichungsdatum
- 2/2025
- Tastaturen
- Biografie
- Veröffentlichungsdatum
- 2025
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9786182230800
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