Das Opfer ist der Held unserer Zeit. Opfer zu sein verleiht Ansehen, fordert Gehör, verspricht und fördert Anerkennung, aktiviert einen starken Mechanismus der Identität, der Rechte und des Selbstwertgefühls. Es immunisiert gegen jede Kritik, garantiert Unschuld über jeden vernünftigen Zweifel hinaus.
Wie könnte das Opfer schuldig sein, und zwar verantwortlich für etwas? Es hat nichts getan, ihm wurde etwas angetan. Es handelt nicht, es erleidet. Im Opfer vereinen sich Mangel und Anspruch, Schwäche und Forderung, der Wunsch zu haben und der Wunsch zu sein. Wir sind nicht das, was wir tun, sondern das, was wir erlitten haben, das, was wir verlieren könnten, das, was uns genommen wurde.
Dennoch ist es an der Zeit, dieses lähmende Beispiel zu überwinden und die Bedingungen des Handelns des Subjekts in der Welt neu zu gestalten: eines Subjekts, das Garant für die Zukunft ist, nicht für die Vergangenheit.
Hersteller
- Verleger
- Topos
- Untertitel
- -
- Anzahl der Seiten
- 152
- Veröffentlichungsdatum
- 3/2025
- Veröffentlichungsdatum
- 2025
- Abmessungen
- 14x20.5 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- ISBN-13
- 9789604995431
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