AUF DER LONG LIST FÜR DEN BOOKER-PREIS
Ein meisterhaftes Werk; die widersprüchlichen Geschichten zweier Einwanderer über ihre gemeinsame Heimat enthüllen die verborgenen Wahrheiten, die sie von ihr wegführten.
An einem Nachmittag, Ende November, kommt Saleh Omar aus Sansibar, einer fernen Insel im Indischen Ozean, am Flughafen Gatwick an. Er trägt eine kleine Tasche bei sich, in der er seinen wertvollsten Besitz aufbewahrt; eine Mahagonischachtel mit Weihrauch. Einst war er Besitzer eines Möbelgeschäfts, hatte ein Zuhause, war Ehemann und Vater. Jetzt, aus dem Paradies verbannt, sucht er Asyl in einem fremden Land; Schweigen ist sein einziger Schutz.
Unterdessen lebt Latif Mahmoud, ein Mann, der eng mit Salehs Vergangenheit verbunden ist, allein in seiner Wohnung in London. Als Saleh und Latif sich in einer englischen Küstenstadt treffen, beginnt sich eine Geschichte zu entfalten. Eine Geschichte von Liebe und Verrat, Verführung und Besitz, und gleichzeitig die Geschichte eines Volkes, das verzweifelt versucht, in den Wirren der Zeit Stabilität zu finden.
Man hält kaum den Atem an, aus Angst, den Zauber der Erzählung zu brechen.