Der erste Kontakt von Korais mit dem Westen war ein Kompromiss: sein Streben nach Bildung und die Entscheidung, als Vertreter des Handelsunternehmens seines Vaters in die Niederlande zu gehen. 1772 begann er die lange Reise von Smyrna nach Amsterdam, in dessen liberaler Umgebung Korais die Ideen, die von der religiösen Bildung der Stadt genährt wurden, aufnahm und nicht nur den evangelischen Christentum, sondern auch die Prinzipien der Religionsfreiheit schätzte. Es war der Beginn seiner lebenslangen Reise auf den offenen Meeren der Aufklärung.
Nach seinem Medizinstudium in Montpellier entdeckt er in Paris eine neue Denkweise. Der geistige Raum der Erben der Aufklärung wird die theoretische Grundlage seines Denkens bilden, das Wissen mit der Wissenschaft des Menschen verbindet. Sein klassisches Studium wird das Fundament für eine ausgewogene Bewertung der Beziehungen zwischen dem Natürlichen und dem Moralischen bilden. In Bezug auf die Fragen, die die Theorie des Fortschritts aufwirft, beteiligt sich Korais an der Debatte, die die Philosophie der französischen Aufklärung prägt; er trifft auf das Denken von Condorcet und entfernt sich nicht von der anthropologischen Pessimismus Rousseaus. Die Zivilisation ist für Korais die Verkörperung eines Ideals, dem alle Völker durch Bildung zustreben sollten.
Die Hingabe von Korais an den demokratischen Liberalismus zeigt sich in seiner Abneigung gegen die unvernünftige Anmaßung vieler Politiker in Griechenland, die er für das Elend des griechischen Volkes verantwortlich macht. Ein Elend, das er auf den Mangel an Bildung derjenigen zurückführt, die sich am öffentlichen Leben beteiligten. Zwischen politischer Freiheit und persönlicher Autonomie sowie den Ambitionen des Nationalismus scheint Korais der Freiheit und den individuellen Rechten moralischen Vorrang einzuräumen.
Auf all diesen Analyseebenen könnte die Forschung und Reflexion über die Ideen von Korais neue Perspektiven bieten, um die intellektuellen, politischen und moralischen Anliegen der Aufklärung sowie deren spezifische Ausprägungen innerhalb der historischen Erfahrung zu betrachten. In diesem Sinne könnte das Erbe seiner Ideen, sofern sie in die Regeln der Aufklärung eingeordnet werden, lehrreich für ein inklusiveres und pluralistisches Verständnis dieser Bewegung als einheitliche interkulturelle Phase in der Geschichte des europäischen Geistes sein.
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- Autoren
- Michail Paschalis, Peter Mackridge, Anna Tampaki, Paschalis M. Kitromilidis, Roxani D. Argyropoulou, Giannis D. Eyrygenis
- Verleger
- Morfotiko Idryma Ethnikis Trapezis
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- Akademisch
- Motiv
- Geschichte Europas
- Zeitraum
- Neuere Geschichte (1500-1945)
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- -
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 470
- Veröffentlichungsdatum
- 3/2025
- Veröffentlichungsdatum
- 2025
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789602508145
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