Über zwanzig Jahre nach dem 11. September war der Krieg gegen den Terror gleichzeitig überall und nirgends. Mit all der militärischen Gewalt, die im Ausland stattfand, lebten die Amerikaner in zwei Welten gleichzeitig. In einer von ihnen kämpften Soldaten im Ausland, damit sich zu Hause nichts ändern musste. In der anderen nahm das Leben in den Vereinigten Staaten alle Formen an, die nicht vertraut waren, und veränderte ihr Selbstverständnis, ihre Nachbarn und die Fremden, die neben ihnen in Flugzeugen saßen.
In einem fesselnden und erschöpfenden Bericht über die Bedeutung Amerikas im einundzwanzigsten Jahrhundert bietet Richard Beck eine eindrucksvolle Untersuchung der Transformation des amerikanischen Lebens durch den Krieg. Er beschreibt die Sportstadien, die so umgestaltet wurden, dass sie militärischen Basen ähneln. Die steigenden Verkäufe von Waffen, SUVs und Lastwagen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die Untergrabung der Redefreiheit und die Normalisierung der massenhaften Überwachung. Beck fragt, warum Amerikaner, die die schlimmsten Übergriffe des Krieges gegen den Terror rechtfertigten, auch das einfachste Verständnis ihrer selbst als Patrioten hatten. Der Krieg nährte eine Kultur der Straflosigkeit, argumentiert er, die mit dem Aufstieg von Trump an die Macht ihren Höhepunkt erreichte. Amerika durch die Linse von Homeland zu sehen, bedeutet, das Land wie nie zuvor zu verstehen.
Seiten: 592, Erscheinungsjahr: 0701, Abmessungen: 15,3 x 15,3 cm
Hersteller
- Verleger
- Verso Books
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- Sprache
- Englisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- USA
- ISBN-13
- 9781836740728
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