Seit Jahrzehnten ist Freud out of favor, nicht nur in der Mainstream-Psychiatrie, sondern auch im radikalen Denken, wo sowohl er als auch Lacan wegen sexistischer und Klassen-Biases kritisiert wurden. Eine Volksgeschichte der Psychoanalyse weigert sich, diese zunehmende Entpolitisierung eines einst revolutionären Fachs hinzunehmen.
Florent Gabarron-Garcia zerbricht die bequeme Erzählung der Psychoanalytiker als Sesseltheoretiker, die ruhig Familienkomplexe interpretieren, geschützt in ihren Beratungszimmern. Erinnert an Freuds radikale Momente (wie seine Förderung von kostenlosen Kliniken im Weimarer Deutschland) oder weniger bekannte Persönlichkeiten, darunter die marxistisch-feministische Psychoanalytikerin Marie Langer. Seine neue Geschichte taucht ein in die Frage, wie revolutionärer Schwung die Erforschung des Unbewussten befruchtet hat.
Eine Volksgeschichte der Psychoanalyse ist für diejenigen, die sich gegen die konformistische, therapistenzentrierte und repressive Behandlung von Wahnsinn unter dem zeitgenössischen Kapitalismus zur Wehr setzen möchten.
Seiten: 256, Maße: 12.9x12.9cm
Hersteller
- Verleger
- Pluto Press
- Typ
- Geisteswissenschaften, Statistik
- Sprache
- Englisch
- Untertitel
- -
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 256
- Veröffentlichungsdatum
- 7/2025
- Veröffentlichungsdatum
- 2025
- Abmessungen
- 1.5x25 cm
- ISBN-13
- 9780745349602
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