Die vorliegende Studie zielt darauf ab, das Phänomen des politischen Widerstands aus moralisch-verfassungsrechtlicher Sicht zu analysieren. Zunächst werden der Begriff des politischen Widerstands als außerrechtlicher Begriff und seine ethische Dimension untersucht. Denker wie Thoreau, Wolff und Locke legten die Grundlage für die Möglichkeit der Ablehnung der Gehorsams, wenn das Gesetz auf das moralische Gewissen oder die soziale Gerechtigkeit stößt.
Es folgt eine grundlegende historische Rückschau auf das Phänomen des politischen Widerstands, die darauf abzielt, die historischen Meilensteine hervorzuheben. Danach wird die Analyse zeitgenössischer Beispiele politischen Widerstands sowohl international als auch in Griechenland vorgestellt. Anschließend werden die konzeptuellen Merkmale des politischen Widerstands erforscht. Es werden Beweggründe, Ziele und Formen der Ausübung des politischen Widerstands untersucht: von gewaltfreiem Widerstand bis zu Whistleblowing, wissenschaftlichem oder online-Widerstand sowie deren Unterscheidung von anderen Formen politischer oder strafrechtlicher Verstöße.
Besonderer Fokus wird auf die verfassungsrechtliche Betrachtung des Phänomens gelegt. In diesem Zusammenhang wird die Beziehung des politischen Widerstands zum Naturrecht, zum Rechtsstaat und zur Religion analysiert. Die Studie konzentriert sich auf die Unterscheidung des politischen Widerstands vom verfassungsrechtlich verankerten Widerstandsrecht und von anderen Zuständen und Phänomenen, wie z.B. den Gewissensgegnern und dem Aktivismus.
Das Buch wirft zentrale Fragen auf, wie z.B., ob der politische Widerstand in liberaldemokratischen Systemen mit rechtlichen Mitteln der Anfechtung Platz hat. Es wird hervorgehoben, dass die verfassungsmäßigen Freiheiten die Äußerung von Meinungen und das Streben nach Veränderungen begründen und legitimieren, ohne das „Recht auf Widerstand“ zu etablieren. Dennoch wird betont, dass Widerstand nicht mit der Untergrabung der Rechtsordnung gleichzusetzen ist, sondern als eine Form aktiver politischer Teilhabe verstanden werden kann.
Es wird eine neue Betrachtungsweise des politischen Widerstands im Rahmen der verfassungsmäßigen Legalität vorgeschlagen, die auf die Notwendigkeit abzielt, dieses Phänomen systematisch verfassungsrechtlich zu würdigen. Die Arbeit schließt mit Vorschlägen zur Förderung des Dialogs, der partizipativen Entscheidungsfindung und der Transparenz. Es werden Schlussfolgerungen formuliert, die die Notwendigkeit hervorheben, den politischen Widerstand als sozio-rechtspolitisches Phänomen mit verfassungsrechtlicher Bedeutung anzuerkennen.
Hersteller
- Verleger
- Ekdoseis Papazisi
- Untertitel
- -
- Anzahl der Seiten
- 380
- Veröffentlichungsdatum
- 9/2025
- Veröffentlichungsdatum
- 2025
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- Griechenland & Zypern
- ISBN-13
- 9789600245653
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