Ein Anruf von einem öffentlichen Krankenhaus. Ein unbekannter Toter. Ein Testament. Eine unerwartete Erbschaft. Und ein Brief, der eine alte Geschichte enthüllt, eine kleine Geschichte von denen, die die große nicht aufzeichnete, ein Verbrechen, das ungestraft blieb, eine unheilbare Wunde, ein Aufstand gegen das Unrecht, der den dunklen Weg der Selbstjustiz einschlug. Ein Reigen der Gewalt, der die doppelte Kraft des Gefühls von Gerechtigkeit erforscht, die Kraft, die den Menschen zum „Menschen“ aber auch zu einem Raubtier macht.
In diesen trüben Wasser ist der Erzähler des Buches gefangen, in einem Griechenland 80 Jahre später, ein vergessener Mensch der Vergessenheit, konfrontiert mit einer unbekannten Vergangenheit, die erwacht, um ihm zu offenbaren, dass auch er ein Teil davon ist, dass er der Erbe dieser Vergangenheit ist, ob er es wusste oder nicht, denn das, was geschehen ist, hört nicht auf, geschehen zu sein, nur weil wir es nicht wissen.
Die Autorin über ihr Buch:
2017 führten mich die Bedürfnisse einer Recherche in die Archive des Sondergerichts für Doulouloi in Athen der Periode 1945-1949. Ich suchte nach einer kleinen Information und wollte nur wenige Stunden dafür aufwenden. Ich blieb Monate. Ich ging, kam zurück, kam wieder, von der unglaublichen Geschichte, die diese schwer lesbaren handschriftlichen Seiten erzählten, gequält von den extremen menschlichen Möglichkeiten, die ständig in diesen Gerichtsdokumenten kollidierten: Widerstand und Kollaboration, Grausamkeit und Selbstaufopferung, Heldentum und moralischer Verfall, Selbstopfer und zynische Ausbeutung der kollektiven Prüfung „zum Zweck der Bereicherung“.
Diese entfernten Stimmen waren meine Geister, die in einem Klima extremer Spaltung, Unrecht, Angst und Unsicherheit, zögernd und mutig, sie widersprachen und widerriefen, oft ohne sprachliche Mittel, versuchten, ihre persönlichen Tragödien zu erzählen. Sie suchten die Gerechtigkeit, die ihnen das Weiterleben ermöglichen würde. Die meisten fanden sie nicht. Eine Unschuld aufgrund von Zweifeln beendete das, was wir jemals über sie erfuhren, und ihre kleinen ungerechten Tragödien gingen in Vergessenheit. Was wurde aus ihnen? Was wurde aus all dem ungerechten Schmerz? Wie haben sie weitergemacht? Wie sind wir weitergegangen;
Hersteller
- Autor
- Elisavet CHronopoulou
- Verleger
- Polis
- Verlage
- Stadt
- Typ
- Prosa
- Untertitel
- -
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 208
- Veröffentlichungsdatum
- 1/2026
- Veröffentlichungsdatum
- 2026
- Abmessungen
- 14x20.7 cm
- ISBN-13
- 9789604359134
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