Der Bodenvermessungsführer ist der zuständige Leitfaden für die Bodenkartierung und die Sammlung von Bodendaten in Deutschland. Seit der Veröffentlichung des KA5 im Jahr 2005 haben sich die Anforderungen an den Bodenvermessungsführer erheblich verändert, unter anderem aufgrund des Gesetzes für Geodaten, der Mantelverordnung und der überarbeiteten Bundesbodenschutzverordnung sowie des revisionsbedürftigen Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnungen. Die schnelle Entwicklung der Informationstechnologie und der digitalen Datenverarbeitung ermöglicht auch die nutzerfreundliche Bewertung komplexer Bodisinformationen.
Die bestehenden relevanten Datensätze wurden erweitert und an die heutigen Datenanforderungen angepasst. Weitere Informationen wie Erscheinungsbild, Ausprägungsgrad, Flächenanteil und Größe wurden für die jeweiligen Datenfelder aufgenommen und bei Bedarf strengere Definitionen gegeben, um die Vollständigkeit und Qualität der gesammelten Daten zu verbessern. Symbole kennzeichnen die Pflichtfelder für verschiedene Zwecke der Erfassung, einschließlich staatlicher Bodenerkundungen und der Überwachung des Bodens bei Bauvorhaben.
Die Kapitel zur Bodenkartierung wurden deutlich erweitert. Die Definition der Horizontalen Symbole wurde auf diagnostische Kriterien umgestellt. Das Bodenkartierungssystem wurde so geändert, dass statt ganzer Horizontalsequenzen diagnostische Horizontalen benannt werden, um Überlappungen und Lücken zwischen Bodeneinheiten zu vermeiden und die Klassifikation eines Bodens im System zu erleichtern.
Weitere Änderungen und Ergänzungen umfassen die Einführung neuer Bodentypen wie Andosole oder Bodentypen aus Algenakkumulationen, die durch Degenerationsprozesse über Jahrzehnte entstehen und als Subtypen Abmoor hydromorpher Böden klassifiziert sind. Zur Erleichterung der Verwendung des Substratklassifizierungssystems wurde eine kompaktere Darstellung mit einzelnen Vereinfachungen gewählt. Ziel ist es, die Erfassung und Klassifikation besonders sublitoraler Böden, insbesondere in Wohn-, Industrie- und Gewerbegebieten, zu vereinfachen.
Eine neue Funktion ist die Beschreibung der Humusschichten und die Klassifikation der Humusform in einem separaten System. Auf Wunsch vieler Nutzer wurden die Inhalte des KA6 getrennt. Aus praktischen Gründen erscheint der KA6 in zwei Bänden: Der erste deckt die Grundprinzipien, wichtige Werte und Methoden ab, der zweite ist ein Feldhandbuch mit aktualisierten geschlossenen Listen für die Bodenerkundung, Bodenkategorisierung und Substrate, die Erklärung des Modells der sedimentären Schichtung sowie das System der Humusformklassifikation.
Der Bodenvermessungsführer ist seit Jahrzehnten auch eine zentrale Grundlage für die Bodendatenbanksysteme der Staatlichen Geologischen Dienste. Ziel ist es, den Austausch von Bodendaten zwischen Anbietern und Nutzern sowie zwischen Informationssystemen zu vereinfachen und die Verfügbarkeit sowie Nutzbarkeit dieser Daten zu erhöhen. Die Tabellen zur Bewertung der Daten, insbesondere hinsichtlich des Wassermanagements im Boden, wurden vollständig auf Basis neuer Erkenntnisse überarbeitet und durch Triangulardiagramme ergänzt, um Parameter der Wasserbalance im Feld zu schätzen. Der neue Vermessungsführer wurde von den Staatlichen Geologischen Diensten, dem Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sowie Arbeitsgruppen wissenschaftlicher Fachgesellschaften (Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft, Gesellschaft für Gewässer- und Feuchtgebietsforschung) entwickelt.
Hersteller
- Typ
- Technologie, Bauwesen & Bauarbeiten, Computer - Informatik, Politikwissenschaften, Agrarwissenschaften, Anthropologie - Ethnologie, Geowissenschaften
- Sprache
- Deutsch
- Untertitel
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- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
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- Veröffentlichungsdatum
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- Abmessungen
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- ISBN-13
- 9783510968695
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