Mit scharfer und prägnanter Sprache, die zwischen Entweihung und Heiligkeit balanciert, wagt Yannis Stigas diesmal keinen freien Fall, sondern eine qualvolle Abkühlung bis zu den äußersten Tiefen der Hölle und noch tiefer. Bei diesem Abstieg führt ihn nicht Vergil oder Dante, sondern die Verdammten selbst.
Die Sonderkommandos im schmerzhaften und endlosen Präsens formen fragmentarisch das Bild des Bösen, gefangen zwischen Schmerz, Schuld und Erlösung. Im Gespräch mal mit Mengele, Speer, Irma Greze und Eichmann, und mal mit Primo Levi, Améry, Grossmann und Shakespeare sucht der Dichter keine Antworten, sondern bringt, wie an einem Folterrad, dieselben unbeantworteten Fragen hervor.
Stigas wählt mit Klarheit und Präzision jedes Wort, vielleicht weil das Scheitern der Sprache in schweren, einsilbigen Zeiten mehr schmerzt.
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