Kim Ho-Yeons Schreibstil ist zurückhaltend, aber durchdringend. Er vermeidet Melodram, stattdessen wählt er alltägliche Texturen: die Wärme einer Sojabohnensuppe, die ruhige Disziplin eines Teilzeitbeschäftigten, die Demut und Würde eines Menschen, der einst von der Gesellschaft abgelehnt wurde. Es ist nicht nur eine Erzählung mit guter Laune. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Alter, Würde, Kapitalismus und der unsichtbaren sozialen Architektur der Städte… Ein Buch, das in der zeitgenössischen übersetzten Literatur hervorsticht, das über unsere post-pandemische Welt spricht, in der das Konzept der Gemeinschaft gleichzeitig selten und heilig ist.
Litro Magazine