Vergleichende Biografien bedeutender Griechen und Römer. Plutarch (Plutarchus), ca. 45–120 n. Chr., wurde in Chäroneia in Böotien in Zentralgriechenland geboren, studierte Philosophie in Athen und wurde nach seiner Ankunft in Rom als Philosophlehrer vom Kaiser Trajan den Konsularstatus verliehen und erhielt unter Hadrian eine Procuratorschaft in Griechenland. Er war verheiratet und Vater einer Tochter sowie vier Söhnen. Er erscheint als ein freundlicher Mensch mit unabhängigem Denken, fleißig und gelehrt.
Plutarch schrieb zu vielen Themen. Am beliebtesten sind stets die vierundsechsig Parallelleben, Biografien, die als ethische Beispiele in Paaren gestaltet sind (in jedem Paar eine griechische Figur und eine ähnliche römische), wobei die letzten vier Leben allein stehen. Alle sind unschätzbare Quellen für unser Wissen über das Leben und die Charaktere griechischer und römischer Staatsleute, Soldaten und Redner.
Die vielen weiteren vielfältigen erhaltenen Werke von Plutarch, etwa sechszig an der Zahl, sind als Moralia oder Moralische Essays bekannt. Sie besitzen einen hohen literarischen Wert und sind zudem von großer Bedeutung für Menschen, die sich für Philosophie, Ethik und Religion interessieren. Die Ausgabe der Lives in der Loeb Classical Library umfasst elf Bände.
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