Der Georgios Kordis zeichnet mit seinem Team die orthodoxe Kirche der Heiligen Drei Hierarchen in Budapest und führt ein Gerüsttagebuch: von den praktischsten Themen bis zur Theologie, schafft er ein künstlerisches Ergebnis und teilt seine Überlegungen mit dem Leser, indem er mit Vergangenheit und Gegenwart dialogisiert.
Wie wird heute eigentlich eine Kirche in Mitteleuropa gestaltet? Mit welchem Denkansatz wird das ikonografische Programm ausgearbeitet, mit welcher Ästhetik werden die Gesichter und Themen der Göttlichen Ökonomie dargestellt? Reicht es aus, die Vergangenheit einfach zu wiederholen? Funktionieren diese heute noch?
Und wenn wir vom ausgetretenen und sicheren Weg abweichen wollen, nach welchen Kriterien werden wir neue Entscheidungen treffen, mit welchen Richtungsweisern werden wir vorangehen, mit welchen Lichtern des Weges segeln wir durch die Dunkelheit unbekannter Gewässer, um uns nicht im Egoismus zu verlieren, der eine nicht-funktionale Kunst und eine ästhetische Nutzlosigkeit hervorruft oder in einer musealen Wiedergabe, die ebenfalls ohne echte Funktion innerhalb einer modernen Welt ist?
Der Tempel ist, gemäß dem heiligen Germanus von Konstantinopel, ein irdischer Himmel, in dem Christus selbst wohnt und wandelt. Dieses Glaubensbekenntnis müssen alle Künste fördern, die den christlichen Gottesdienst dienen. Das sollten sowohl Architekten als auch Maler im Blick haben, ebenso die Bildhauer und jene, die sich mit Licht und Klang des heiligen Tempels beschäftigen. Sie sollen in der Lage sein, eine Konstruktion, eine künstlerische Installation zu schaffen, die durch sinnliche Erfahrung, also als Erlebnis der Sinne, ausdrückt, dass der Raum, in den man eintritt, ein Abbild des Paradieses ist, eine Vorschau auf die Qualitäten des Paradieses.
Das bedeutet praktisch, dass der Raum und die Art und Weise, wie der Tempel in der Malerei oder durch die Malerei vollendet wird, Qualitäten besitzen müssen, die diejenigen, die die heiligen Mysterien und Gottesdienste der Kirche betreten und daran teilnehmen, in eine Erfahrung versetzen, die als Vorschau des Paradieses gilt.
Und diese Qualitäten kennt die Kirche, sie werden den Christen durch das Antlitz Christi offenbart. Das Gesicht Christi selbst und die Art, wie er in der Geschichte lebte, beschreiben – natürlich nur exemplarisch – den Himmel.
Hersteller
- Autor
- Giorgos Kordis
- Verleger
- En plo
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 104
- Sprache
- Griechisch
- Veröffentlichungsdatum
- 01/04/2026
- Veröffentlichungsdatum
- 2026
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Taschenformat
- Nein
- Auszeichnung
- -
- ISBN-13
- 9789606192159
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