Der Schriftsteller, ehemaliger Schauspieler von erfahrungsbasierten Theaterformen und später im Hintergrund unsichtbare Linie, dokumentiert „Aufzeichnungsnotizen“, die aus der Frustration, der langsamen Auflösung der Bühnenpräsenz und dem endgültigen Rückzug aus der Schauspielkunst entstanden sind. Seine persönlichen Erfahrungen, ohne sensationslüsterne Absichten oder Rechenschaftslegung, dienen als Diagnosewerkzeug und nicht als Entschuldigung für Geständnisse.
Das Theater wird durch Machtverhältnisse, Narzissmus, ideologische Vorwände und institutionelle Erstarrung betrachtet, wo Durchschnittlichkeit oft belohnt wird und Hingabe erschöpft, ohne Wirkung zu zeigen. Diese Notizen bewegen sich zwischen Erinnerung und Kritik, dekonstruieren Mythen über die „Heiligkeit“ der Bühne, Gemeinschaftlichkeit, Innovation und kulturelle Mission.
Das Thessaloniki der Jahrzehnte nach der Revolution fungiert als konkretes, aber nicht ausschließliches Beispiel eines Theaterfeldes, das Stillstand, Kleinpolitiken und die Recycling von bekannten Persönlichkeiten und Vorstellungen begünstigt hat. Zugleich wird aus erfahrungsbasierter Perspektive der Schauspieler und seine Kunst erforscht. Das Theater wird weder idealisiert noch insgesamt verurteilt. Im vorliegenden Text wird es lediglich offengelegt, als ein Spannungsfeld, das die Akteure systematisch ausbeutet – oft hart und verschwenderisch –, das aber auch Momente echter Intensität sowie längere Phasen der Selbsttäuschung ermöglicht.
Hersteller
- Autor
- Giannis Palamiotis
- Verleger
- Kapa Ekdotiki
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- -
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 172
- Veröffentlichungsdatum
- 19/03/2026
- Tastaturen
- Autobiografie
- Veröffentlichungsdatum
- 2026
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789606285011
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