Die „Emigrierende“ besteht aus einem explosiven poetischen Körper, in dem die Sprache als Mittel der Darstellung und Mechanismus der Entblößung der postfašistischen und späten neoliberalisierten Realität dient. Der Leser begegnet als Besucher in einem Dokumentarfilm historischen Bodyhändlern, kulturellen Fossilien und machtvollen Überresten. Die Sprache enthüllt den Zustand allgemeiner Dekadenz und Absurdität. Der Körper schreibt die Ausbeutung, die Begierde, das historische Trauma auf; erzählt die Erfahrung von Migration und Entfremdung und konstruiert einen Anti-Ort, an dem die Sprache zum Schauplatz des Konflikts zwischen Privat und kollektiv, heilig und profan wird, und zeichnet die gewaltsame Fluidität der modernen griechischen (und globalisierten) Erfahrung mit Rohheit und Ironie nach.
Marko, Kommilitone, Marko, christlicher Sozialist,
Skandal der kirchlichen Institutionen und Herausgeber
unter Beobachtung, Marko, eine Aussage ohne Unterschrift,
verzierte Langeweile eines Parlamentsabgeordneten, der Weihrauch verströmt
Parlamentsmitglieder, die Strukturen umhüllen und Abschiebungen
mit Fortschrittsberichten, Marko, eine Kugel zur Aufnahme
und eine Kugel zur Warnung, Marko, eine Keule
bei der Patrouille, Marko, Spitzel und Heuchler, neutral,
mit der Hysterie der Mittelmäßigkeit und Hinterlist,
In der Intrige, gib den Fremden Joseph,
der Fremde ist Gift im Brunnen, gib
den schwarzen Flüchtling, wirbel alles auf und schneide zu,
Der Tod ist Türsteher aus Eriwan,
stempelt mit türkischem Wort: meine Rasse, meine Rasse,
im Hinterhalt verraten, Rasse,
meine ketzerische Rasse an der Barrikade, sie bringen Sicheln
aus den Bordellen von Smyrna, auf geht’s, Demirgüloğlan,
Marko, deine Komplizen singen im Spasmus
den Mörder, teilen Tabletten und Pässe, niemand
bleibt hinter im Glauben deiner Religion:
Gott schwört, zu töten, Gott fragt nicht.
Herr, der Mörder
mit den Sternen der Toten
auf der gefrorenen Stirn
du, der die Verrücktheit verteilte
auf das Tier des Volkes
du, der die Stadt zerstörte
mit der Hand eines Wuchers
schütze meine Brüder vor
Tränen und Heiligen
Gib den Zorn aus dem Blut
meiner Mutter
[Sonst habe ich keinen Nachkommen]
und sag nicht,
dass ich zerbrach
ich bin ein Fremder vor dir
wie jeder Vater.
Hersteller
Spezifikationen
- Autor
- Michalis Papantonopoulos
- Verleger
- Kovaltio
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- -
- Umschlag
- Weich
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9786186005008
Zusätzliche Spezifikationen
- Klassische Dichter
- Nein
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