Das Ziel dieser Studie ist es, die Art und Weise zu erforschen, wie der "Westen" im Kontext des 19. Jahrhunderts in den Räumen des "Ostens" wahrgenommen wird. Dieses Jahrhundert wurde von Faktoren wie dem Aufstieg des Nationalismus und der Bildung von Nationalstaaten, dem Reformprozess des Osmanischen Reiches sowie der wirtschaftlichen und politischen Macht der europäischen Großmächte beeinflusst.
Die Studie argumentiert, dass die Rezeption und Akzeptanz des "Westens" im "Osten" ein aktiver Prozess war, der nicht im Sinne einer Opposition verstanden werden kann. Indem sich der "Westen" als Modell präsentierte, übte er einen systematischen Einfluss auf die Gesellschaften des "Ostens" aus, einschließlich der direkten Auswirkungen auf die Art und Weise, wie verschiedene ethno-religiöse Gemeinschaften sich selbst und die "Anderen" wahrnahmen. Gleichzeitig wurde dieser Einfluss durch den Nationalismus negiert, der alle Elemente betonte, die als wesentlich für die westliche Moderne angesehen wurden und somit eine Bedrohung für die nationale Identität darstellten.
Die Entfernung vom "Westen" bedeutete jedoch nicht, dass modernisierende oder "zivilisierende" Programme abgelehnt wurden. Im Fall der griechisch-orthodoxen Führungsschichten im Osmanischen Reich waren diese Programme mit der sprachlichen Hellenisierung verbunden und führten in der Praxis zur Nationalisierung des kulturellen Prozesses sowohl auf dem Balkan als auch in den anatolischen Gebieten. Die griechische nationale Diskussion stellte die Griechen als Inhaber eines bedeutenden Vorteils gegenüber anderen aufstrebenden Nationalismen und der muslimischen Gesellschaft dar. Dieser Vorteil war das idealisierte griechische Altertum, das von der dominanten eurozentristischen Erzählung in Westeuropa als Ursprung der europäischen Zivilisation dargestellt wurde. Die Aneignung dieser Erzählung im "Osten" durch griechische Intellektuelle prägte die Bedingungen, die die Griechen zu exklusiven Vertretern der Kultur im Osten erhoben und andere kulturelle Traditionen ignorierten.
Hersteller
- Autor
- CHaris Exertzoglou
- Verleger
- Ekdoseis tou Eikostou Protou
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- Akademisch
- Motiv
- Weltgeschichte, Geschichte Europas
- Zeitraum
- Osmanische Periode, Neuere Geschichte (1500-1945)
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Hellenisierung und Orientalismus im Osmanischen Reich Mitte des 19. - Anfang des 20. Jahrhunderts
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 254
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2015
- Veröffentlichungsdatum
- 2015
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9786185118068
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