Durch die politische Ordnung, die sie durch die Durchsetzung des Friedens auf dem Feld, das durch religiöse Kriege verwüstet war, etabliert hat, schuf der Staat die Voraussetzungen für die Entwicklung der moralischen Welt.
In dem Maße jedoch, in dem Menschen ohne politische Macht von den Fesseln der Religion befreit werden, geraten sie in einen Konflikt mit dem Staat, der sie zwar moralisch befreien kann, ihnen zugleich aber jede Verantwortung entzieht und sie auf den privaten Bereich beschränkt.
Die Bürger werden unweigerlich gegenüber einem Staat gestellt, der die Moral der Politik unterordnet, das Politische auf formale Weise versteht und seine Berechnungen anstellt, ohne die besonderen Dynamiken zu berücksichtigen, die die Befreiung seiner Untertanen beinhaltet.
Zukünftig wird das Ziel dieser sein, ihre Moral so weit zu vervollkommnen, dass sie selbst – und zwar jeder für sich – wirklich erkennen, was gut und was schlecht ist.
Auf diese Weise verwandelt sich jeder in einen Richter, der, erleuchtet, weiß, dass er die Erlaubnis hat, jeden Bereich, der die moralische Autonomie herausfordert, zu beurteilen.
So kehrt die Unterscheidung zwischen Moral und Politik, die irgendwann vom Staat vollzogen wurde, nun gegen ihn selbst: Der Staat ist verpflichtet, sich moralisch dafür rechtfertigen zu lassen, dass er einen Raum geschaffen hat, in dem jeder überleben kann.
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- Vivliopoleion tis Estias
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- Allgemeine Geschichte
- Sprache
- Griechisch
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- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 260
- Veröffentlichungsdatum
- 01/04/2026
- Veröffentlichungsdatum
- 2026
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789600519921
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