Die kurze Studie „Der autoritäre Staat“ zählt zu den mutigsten theoretischen Werken von Max Horkheimer und stellt einen besonderen Moment des politischen Radikalismus der Frankfurter Schule dar. Der deutsche Philosoph führt eine kritische Analyse der sozialen und politischen Bedingungen durch, die die Entstehung autoritärer Machtformen begünstigen. Sein zentrales Argument ist, dass die Transformationen, die die Krisen des modernen Kapitalismus begleiten, zur Konzentration von wirtschaftlicher und politischer Macht, zur Einschränkung der Rechte und zur Schwächung demokratischer Institutionen führen können.
Indem er scheinbar unterschiedliche Systeme wie den Nationalsozialismus, den Bolschewismus und die liberale Demokratie unter die Lupe nimmt, hebt Horkheimer die Gefahren hervor, die mit dem Abgleiten in zentralisierte Regierungsformen verbunden sind. Der autoritäre Staat ist kein historischer Zufall oder ein unglückliches Abweichen, sondern eine strukturelle Möglichkeit, die im Kern des herrschenden Systems verankert ist. Über die historischen Kontexte seiner Zeit hinausgehend bietet Horkheimers kritisches Nachdenken wichtige Instrumente zum Verständnis von Machtverhältnissen und Herrschaftsformen, während es gleichzeitig die Möglichkeiten von Freiheit und politischer Befreiung aufzeigt, die in Krisenzeiten und bei großen gesellschaftlichen Umwälzungen entstehen.
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- Griechisch
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- 9786185673314
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