Andreas Timotheou, Die INNERE WORT, und andere Geschichten des Meeresbodens
Die inneren Worte der Poesie
Singen ungeborene Worte
und stehen in einer unirdischen Ecke
um einen Pfad zu schaffen.
Tag für Tag bestehst du
für eine größere Umarmung,
ein geheimes Versprechen des Immerwährenden.
Deshalb sage ich dir,
ohne Blutbad werden keine Gedichte geschrieben.
In unserem warmen Bett
trauern Jahre der Einsamkeit
und blühen Wege mit Krokussen
Festtag deiner Ankunft.
(Das innere Wort)
Neunte Gedichtsammlung und zehntes Buch von Andreas Timotheou, das in den letzten fünfzehn Jahren kraftvoll bei den literarischen Ereignissen in Zypern und Griechenland präsent ist. Vor nur drei Jahren sorgte ein weiteres poetisches Werk für Aufsehen, diesmal die Kleider der Trauer, veröffentlicht zu Ehren des 100. Geburtstags seiner geliebten Maria Callas. Auch in dieser Gedichtsammlung findet Callas wieder ihren Platz durch die Traviata, sowie durch die berühmte Oper Donizettis Anna Bolena, in seinem Gedicht „Der Körper der Welt“: Ich lege mich ins Unrecht/ und die Morgendämmerung, Königin/ erzählt mit lebendiger Präzision/ die Trübnis der Zeit./ Ich zittere, so nüchtern ich kann/ für das, was wächst/ ich decke den Tisch für das Unerkannte/ und halte den Kopf/ auf einem schön gedeckten Tablett. Das Nichts/ das Nichts unserer Welt/ und immer ist dort das rettende/ nächste Atemzug,/ Gelübde, das mein Schöpfer/ noch erfüllt.
„Du hast mir die Poesie gegeben/ und ich war ein Lügner“, schreibt Andreas Timotheou im letzten Gedicht „Die Zehnte Gegenwart“, in seiner sehnsüchtigen Suche, vom Dunkel ins Licht zu gelangen, hebt er die erlösende Kraft der Kunst reinen Wesens hervor — der Reinigung vor allem, was uns schwer belastet. Und ergänzt im gleichen Gedicht: Ich verkleidete mich heilig in den Worten/ suchte Gründe/ für das Überleben des Verdrängens./ Unvergängliche Berührung/ trug mich/ vor den dâmonischen Schatten der Nacht/ bis die Ruhe bestimmte/ das Licht eines weißen Tages.
Eine Dichtung, die fest auf den Beinen steht (und in unserem Herzen), das Leben in den Farben der Sonne liest, wie die Liebe es neu erschafft: -Wenn du die Liebe syllabisierst/ wirst du noch lieben?/ -Es ist zu früh für Wunder,/ wenn der Körper spricht. Regel oder Ausnahme/ in der Berührung der Zeit werden wir der Liebe sein,/ werden wir das Gedicht sein.
Kleine, barocke Perlentestimonien, die tiefe Substanz in kurzen Gedichten bergen—Kanji-artige Bonsais voller Ästhetik und Gefühl — in „Muscheln Gedanken“ sowie in den Gedichten „Kleiner Ertrinkungstod“: Für dich bin ich Seemann/ wurde ich Mama,/ ein Papierboot/ das mich ertränkt, und „Taufbecken“: Unsere Tiere sind der See von Siloam/ ohne Engel und Wasser/ werden göttliche Sorge/ Gegengift und Heilung/ Zug, Sicht und Geist.
Von einzigartigen Beschreibungen Zyperns im Gedicht „Mein Ort“, ein Lobgesang (und eine Reise) zum Insel der Aphrodite: Mein Ort ist eine unnachgiebige Treppe gegen die Zeit. Wir stehen in jedem Gedicht der Sammlung. Lassen Sie uns nur „Wenn ich erwachsen bin“ mit einer besonderen lyrischen Surrealität erwähnen. Ein Blick auf willkürliche Zeilen des Buches: Ich werde blauen Speicher hinterlassen/ und wenige unbekannte Wörter/ nur für die, die mich im Juli küssten. Die Lider schlagen/ die Glocken der Stille,/ der August tropft Stille,/ ohne Abschied/ doch mit einem Willkommen/ das wir am Revers hängen.
Das Gewand, die Spitze, das Kleid bleiben auch in der aktuellen Sammlung heilige Elemente. Eine mystische Beziehung, die Leben atmet und fortsetzt, indem sie Vergangenheit mit Gegenwart verbindet, aber auch Zukunft—siehe das Gedicht „Minimalfürsorge“: Wenn ich von deinem Grab/ wildes Unkraut entferne/ fürchte ich, eine Beleidigung zu begehen.
„Ich grabe jede Widerstandskraft aus/ um dich zu leben“, schreibt Andreas Timotheou, der stets die Poesie durchbohrt, um das Wort Zufluchtsort zu finden. Die Sammlung ist seinem Partner Arthur gewidmet. Ein besonderes Buch, voller Umgangssprache, 15-Silben-Reime, schöne musikalische Untermalung in jedem Wort, das reife, ehrliche und bedeutungsvolle Poesie in jedem Gedicht birgt: Gepoltes Wolken/ die Liebe, seltsames Recht der Poesie/ wenn der See finster wird./ Die Momente kennen kein Wissen/ nur Erinnerung.
Hersteller
Spezifikationen
- Verleger
- Mandragoras
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- -
- Umschlag
- Weich
- Abmessungen
- 16x24 cm
- ISBN-13
- 9789605922290
Zusätzliche Spezifikationen
- Klassische Dichter
- Nein
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